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Neuer Turow-Block wird offiziell übergeben

Die 828 Millionen Euro teure Anlage in Polen ist bereits seit Ende 2020 in Betrieb, doch erst ab Ende April ist PGE der neue Eigentümer. Unklar ist jedoch die Zukunft.

Der neue Kraftwerksblock in Turow ist bereits in Betrieb. Jetzt folgt die offizielle Übergabe.
Der neue Kraftwerksblock in Turow ist bereits in Betrieb. Jetzt folgt die offizielle Übergabe. © Matthias Weber/photoweber.de

Zum 30. April soll der neue Energieblock Turow offiziell an den mehrheitlich im Staatsbesitz befindlichen Konzern PGE übergeben werden, der Kraftwerk und Grube betreibt. Das meldet das polnische Wirtschaftsportal wnp.pl unter Berufung auf den Generalauftragnehmer Budimex, neben Mitsubishi Power Europa und dem spanischen Konzern Technicas Reunidas eines der am Bau beteiligten Unternehmen.

Dem Portal zufolge betrugen die Kosten für Bau-und Montageleistungen 3,754 Milliarden Zloty (knapp 828 Millionen Euro). Budimex erhält nach eignen Angaben 40 Prozent dieser Summe. Vier Jahre dauerte der Bau des 150 Meter hohen Blocks, für den drei andere stillgelegt werden konnten. Er hat eine ebenso hohe Leistung von 2.000 Megawatt, aber einen höheren Wirkungsgrad und erfüllt die Umweltnormen. Nachdem der Block voriges Jahr seinen Probebetrieb erfolgreich durchlief, hängt er seit Dezember 2020 am polnischen Netz. Der erzeugte Strom reicht aus, um den Bedarf von etwa einer Million Haushalte sicherzustellen.

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PGE plant, den Tagebau zu erweitern - und bis 2044 Kohle zu fördern. Dazu soll auch der neue Block seinen Beitrag leisten. Dagegen gibt es Widerstand. Tschechien hat im Februar gegen den Ausbau des polnischen Braunkohletagebaus Turow Klage vor dem Europäischen Gerichtshof eingereicht, nachdem die EU-Kommission die Einwände zuvor bestätigte. Das Nachbarland fürchtet unter anderem um sein Grundwasser. Auch die Zittauer Region ist von den Auswirkungen unmittelbar betroffen. PGE hingegen sieht einen Milliarden-Schaden auf die polnische Region zukommen, sollte die Klage Tschechiens erfolgreich sein.

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