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Turow: Neuer Block geht in "heiße Phase"

Das Kraftwerk hat mit dem Probebetrieb begonnen. Mit dem neuen Betriebsteil können später eine Million Haushalte mit Energie versorgt werden.

Blick auf den neuen Block auf dem Kraftwerksgelände Turow. Er soll 496 Megawatt erzeugen können.
Blick auf den neuen Block auf dem Kraftwerksgelände Turow. Er soll 496 Megawatt erzeugen können. © Matthias Weber/photoweber.de

Im Kraftwerk Turow hat die "heiße Phase" zur Erprobung des neuen Kraftwerksblock 7 begonnen. Das melden örtliche Onlinemedien und berufen sich auf eine Mitteilung des Betreibers PGE. Am Sonnabend habe mit der probeweisen "Anzündung" des Kessels mittels Leichtöl die finale Phase der Investition begonnen, die nunmehr zu 97 Prozent abgeschlossen sei. 

Nach Abschluss der Montagearbeiten innerhalb und außerhalb des Blocks werden nun einzelne Anlagen und Systeme getestet. In dieser Zeit erfolgt unter anderem eine chemische Säuberung des Rohrleitungssystems. Dem schließt sich eine vierwöchige Phase der Durchlüftung des Kessels an. Dabei gehe es insbesondere um die Qualität des Dampfes, der später die Turbine antreiben soll, heißt es. In einer weiteren Etappe ab November werde eine Synchronisierung des Blocks mit dem elektroenergetischen System Polens vorgenommen. 

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Der neue Block erfülle strenge Emissionsnormen. So sei der Ausstoß von Schwefeldioxid  im Vergleich zu den inzwischen abgeschalteten Blöcken 8, 9 und 10 um das Zwanzigfache niedriger, teilt PGE mit. Block 7 habe zudem einen 15 Prozent niedrigeren Kohlenmonoxid–Ausstoß zu den gegenwärtig im Kraftwerk funktionierenden Blöcken. 

Das Kraftwerk verfügt mit dann insgesamt sieben Blöcken - darunter den modernisierten Blöcken 1 bis 3 - über eine Erzeugerkapazität von etwa 2.000 Megawatt. Damit lassen sich zu den bislang 2,3 Millionen Abnehmern zusätzlich eine Million Haushalte mit Elektroenergie versorgen. Die Parameter des neuen Blocks von 496 Megawatt seien so ausgelegt, dass bis zur Einstellung der Stromerzeugung 2044 dafür die Kohlevorräte im Tagebau Turow ausreichten.

Die Ausbau-Pläne des Kraftwerkbetreibers sind umstritten. Erst am 30. August hat Greenpeace dagegen protestiert.

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