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Zittau

Turow: Protest gegen Abbau-Stopp

Hunderte Mitarbeiter haben vor dem Europahaus in Breslau gegen den EuGH-Entscheid demonstriert. Was passiert, wenn ihre Forderung nicht erfüllt wird.

Die Sicherheit der Teilnehmer sowie Einwohner haben Polizisten gewährleistet. Der Protest lief friedlich.
Die Sicherheit der Teilnehmer sowie Einwohner haben Polizisten gewährleistet. Der Protest lief friedlich. © Polizei/bogatynia.info.pl

Vor dem Büro des Europäischen Parlaments in Wroclaw (Breslau) haben am Mittwoch Hunderte Tagebau-Mitarbeiter gegen den Abbau-Stopp in Turow protestiert. Die Mitglieder der dort organisierten Gewerkschaften demonstrierten damit gegen den Entscheid des Europäischen Gerichtshofs, den Kohleabbau umgehend zu stoppen. Einem regionalen Onlineportal zufolge skandierten sie dabei in Sprechchören "Hände weg von Turow". Symbolisch schütteten sie zur Untermauerung ihrer Forderungen einen Sack Braunkohle in den Eingangsbereich des Gebäudes.

In einer Resolution forderte das Präsidium der Regionalverwaltung der Gewerkschaft "Solidarnosc" von der polnischen Regierung entschiedenes Handeln zur Beilegung des Konflikts. Diese katastrophale Entscheidung sei nicht hinnehmbar sowohl für die energetischen Sicherheit Polens als auch für die Bewohner der Region, heißt es. Die Bergarbeiter, unterstützt von Kollegen aus Steinkohlengruben Oberschlesiens, kündigten für den Fall, dass ihre Forderungen nicht erfüllt würden, weitere weniger friedlich verlaufende Proteste auch in anderen Städten an. Dazu gehören Warschau und Brüssel.

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Währenddessen geht die Arbeit in Grube und Kraftwerk Turow weiter - trotz der Gerichts-Entscheidung. Auch vor Ort kam's am Mittwoch zu Protesten.

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