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Turow-Verteidiger legen Kreisverkehr lahm

Mit der Blockade im Grenzgebiet wollen die Teilnehmer zeigen, dass sie den drohenden Abbaustopp durch das EU-Gerichtsverfahren nicht hinnehmen.

Tagebau und Kraftwerk sind enorm wichtig für viele Polen, denn sie verdienen hier ihren Lebensunterhalt.
Tagebau und Kraftwerk sind enorm wichtig für viele Polen, denn sie verdienen hier ihren Lebensunterhalt. © Matthias Weber/photoweber.de

Mitarbeiter und Unterstützer des Tagebaus Turów im polnischen Bogatynia (Reichenau) wollen an diesem Montag gegen eine drohende kurzfristige Schließung der Grube protestieren.

Das sei ihre Antwort auf eine Klage Tschechiens beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen die Fortsetzung der Kohleförderung, heißt es in einem Aufruf im sozialen Netzwerk Facebook. Demnach soll ab 14.30 Uhr der Kreisverkehr in Kopaczów (Oberullersdorf) für anderthalb Stunden lahmgelegt werden. Ziel sei es, den Lkw-Verkehr vor allem in Tschechien zu behindern, um ein Zeichen für die Kohlearbeitsplätze in der Region um Turów zu setzen. Das berichten Einheimische der SZ und es ist auch in einigen Internetmedien nachzulesen.

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Die Organisatoren rufen in sozialen Netzwerken dazu auf, mit „Autos, Motorrädern, was auch immer wir wollen“, zum Protest zu kommen. Dann wolle man gemeinsam die Straße 332 von Kopaczów zum Kreisverkehr in Richtung Sieniawka (Kleinschönau) blockieren. „Dies wird zu gigantischen Staus auf tschechischer Seite und Verkehrsbehinderungen führen. Wir werden also die Aufmerksamkeit auf uns ziehen und zeigen, dass wir angesichts der Versuche, unsere Arbeitsplätze zu zerstören, nicht passiv sind“, schreiben die Verantwortlichen. Zumindest im Internet haben bereits über 100 Personen ihre Teilnahme angekündigt. Wie einige Medien berichten, soll das der Auftakt für weitere Aktionen sein. Nach Angaben des Tagebaubetreibers PGE sind in Grube und zugehörigem Kraftwerk rund 5.300 Menschen beschäftigt, ein Abbaustopp hätte enorme Folgen. (ihg, abr)

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