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Sachsen

Politik in Sachsen – Die Morgenlage

+++ Was hilft Sachsens Braumeistern? +++ Erzieher bekommen Zwangsurlaub verordnet" +++ Renten bleiben sicher +++

Vor allem Kleinbrauereien beklagen Absatzprobleme.
Vor allem Kleinbrauereien beklagen Absatzprobleme. © dpa

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Zwei echt starke Jubiläen
Zwei echt starke Jubiläen

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auch in Zeiten der Krise lohnt sich ein Blick ins ferne Neuseeland. Der Pazifikstaat hat nicht nur eine Vorbildwirkung, weil seine Premierministerin Jacinda Ardern während ihrer Amtszeit ein Kind bekam, oder weil sie nach dem Terroranschlag von Christchurch innerhalb weniger Tage die Waffengesetze in ihrem Land verschärfte. Herrlich selbstverständlich, finde ich.

Nun erklärte die neuseeländische Premierministerin den Osterhasen für systemrelevant. Er biete „wie die Zahnfee eine wesentliche Dienstleistung“, stellte Ardern klar. Weil auch in Neuseeland wegen des grassierenden Virus' der Ausnahmezustand herrscht, warb sie bei den Kindern für Verständnis, dass der Osterhase möglicherweise nicht zu jedem kommen kann. Er sei dieses Jahr wohl mit seinen eigenen Hasen daheim besonders beschäftigt. Eine herrliche Nachricht in harten Zeiten.

Ein Blick in andere europäische Länder zeigt übrigens gerade, dass die Einschränkungen, mit denen wir alle derzeit leben müssen, nicht umsonst sind. In Spanien steigt die Zahl der Neuinfektionen endlich langsamer – genau das ist das Ziel der Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen. Österreich will die Anti-Corona-Maßnahmen sogar bald lockern. Ab dem 14. April sollen kleine Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag in Wien mit. Das macht doch Hoffnung.

Die wichtigsten News am Morgen:

+++ Hilfe für Sachsens Braumeister +++

Restaurants und Kneipen sind geschlossen und nicht nur Gastronomen bangen um ihre Existenz. Auch Brauereien bleiben auf ihrem Gerstensaft sitzen. Es fehlt an Abnehmern. Das der Staat nun erst einmal auf die Biersteuer verzichtet und die Zahlung stundet, ist aus Sicht vieler Kleinbrauereien lediglich Symbolpolitik. Sächsische.de-Reporter Georg Moeritz erklärt, was den sächsischen Braumeistern aktuell hilft und was nicht.

+++ Zwangsurlaub für Erzieher? +++

Seit 18. März sind Kitas in Sachsen geschlossen, um den Coronavirus einzudämmen. Nur eine Notbetreuung für Kinder, deren Eltern im „Bereich der kritischen Infrastruktur“ arbeiten, gibt es. Als bekannt wurde, dass es keinen Regelbetrieb mehr geben wird, nutzten das einige Träger von Kindertageseinrichtungen aus, berichtet Sächsische.de-Reporterin Andrea Schawe. Die Landeshauptstadt Dresden ordnete beispielsweise einigen Erziehern Zwangsurlaub an. Auch über Kurzarbeit wird mancherorts nachgedacht. Nicht nur die Erzieherinnen und Erzieher oder die Gewerkschaft "Erziehung und Wissenschaft" sieht so eine Behandlung kritisch. Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) zeigte sich ebenfalls verärgert. 

+++ Auszahlung der Rente ist sicher +++

Trotz der Corona-Krise erwartet die Rentenversicherung vorerst keine finanziellen Nachteile für die Rentner in Deutschland durch einen Einbruch der Beitragseinnahmen. „Im Moment erwarte ich, dass das Minus überschaubar ist“, sagte Rentenpräsidentin Gundula Roßbach im Gespräch mit Sächsische.de. Die Bundesagentur für Arbeit zahle ja weiter Beiträge an die Rentenversicherung, selbst wenn Menschen in Kurzarbeit seien oder arbeitslos würden. Eine genaue Einschätzung dazu sei zurzeit aber „sehr schwierig“.

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