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Sachsen

Politik in Sachsen – Die Morgenlage

+++ Grund- und Förderschüler sollen bald wieder in die Schule +++ Sachsen plant Verdopplung der Corona-Tests +++ Erste Erntehelfer in Sachsen erwartet +++

Kultusminister Christian Piwarz
Kultusminister Christian Piwarz © kairospress/Gestaltung: Oberüber Karger

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Guten Morgen, 

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Eine neue Art des Internets ermöglicht künftig, dass wir Neues ganz anders lernen als bisher. Wie das geht, wird am Exzellenzcluster CeTI erprobt.

der Mensch ist anpassungsfähig und doch ein Gewohnheitstier. Gerade einmal drei Wochen ist es her, dass in Sachsen und überall sonst im Bundesgebiet Ausgangsbeschränkungen eingeführt worden sind. Nun sagt uns eine repräsentative Umfrage, dass sich die Mehrheit der Deutschen für eine Verlängerung der Maßnahmen über den 19. April hinaus oder gar für eine Verschärfung ausspricht.

Die Zeichen hingegen deuten in eine andere Richtung. Wenn heute das sächsische Regierungskabinett zusammenkommt und sich morgen die Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel kurzschließen, dann wird es vor allem um die mögliche Lockerung der Beschränkungen gehen. Welche Schüler dürfen wieder zur Schule? Welche Geschäfte dürfen unter welchen Voraussetzungen wieder öffnen? Und wie kann sichergestellt werden, dass die Zahl der Infizierten nicht erneut ansteigt? Das sind die Fragen, die dabei unter anderem diskutiert werden.

Eines steht fest: Für uns Bürger wird es damit ein Stück komplizierter. Statt der weitreichenden Ausgangssperre könnte eine eingeführt werden, die nur noch für bestimmte Personengruppen gilt. Es kann auch sein, dass für einige Regionen innerhalb eines Bundeslands andere Regeln gelten als anderswo. Beschränkungen könnten gelockert und im Ernstfall wieder verschärft werden. Dies alles ist nötig, um den wirtschaftlichen, aber auch den gesellschaftlichen Schaden nicht zu groß werden zu lassen. Die nächsten Wochen und Monate werden wohl eine Gratwanderung zwischen "normalem" Leben und dem schon fast gewohnten Ausnahmezustand.

Bleiben Sie optimistisch,

Ihr Tobias Winzer, Politikredakteur sächsische.de


Die wichtigsten News am Morgen:

+++ 15.000 Corona-Tests pro Tag geplant +++

Um künftig Menschen mit einer Corona-Infektion schneller identifizieren zu können, setzt Sachsen jetzt auf einen deutlichen Ausbau der Testkapazitäten. "Die Erhöhung auf 15.000 Tests pro Tag wird aktuell vorbereitet", teilte das Sozialministerium auf Anfrage von saechsische.de mit. Das Ziel entspricht mehr als dem Doppelten an Proben, die bisher in den Laboren ausgewertet werden können. Wo die Kapazitäten geschaffen werden sollen, ist hier zu lesen. Der Ausbau der Tests gehört neben dem Tragen von Masken und der Einführung einer Handy-App zur Nachverfolgung von Infizierten zu den immer wieder genannten möglichen Maßnahmen bei einer gleichzeitigen Lockerung der noch geltenden Ausgangsbeschränkungen.

Am Ostermontag hat das Sächsische Sozialministerium 3.802 Corona-Infizierte im Freistaat gemeldet. Das sind lediglich 38 neue Infektionen seit Sonntagmittag. Allerdings sind die Zahlen nur vorübergehend, weil wegen der Feiertage einige Erkrankungen möglicherweise noch nicht gemeldet wurden. Nach den aktuellen Zahlen sind an der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit 69 Menschen gestorben, einer mehr als 24 Stunden zuvor. 1.880 infizierte Sachsen gelten inzwischen als genesen. Den Überblick über alle aktuellen Entwicklungen in Sachsen, Deutschland und der Welt gibt es in unserem Newsblog.

+++ Sachsen will Schulen schnell wieder öffnen +++

Nach dem kurz vor Ostern angekündigten Neubeginn für die Schüler der Abschlussklassen sieht Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) vor allem auch bei Schülern an Grundschulen und Förderschulen Bedarf für eine schnelle Wiederöffnung der Schulen. Sie hätten mit dem Lernen zu Hause und ohne Anleitung durch Lehrer die größten Schwierigkeiten, sagte er am Wochenende. Der Minister sagte, dass die Folgen des jetzigen Ausnahmezustands noch lange zu spüren sein werden.

Bestätigung für diese Pläne bekam Sachsen am Ostermontag von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Die Wissenschaftler empfehlen, unter bestimmten Voraussetzungen so bald wie möglich zuerst Grundschulen und die Sekundarstufe I schrittweise wieder zu öffnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Studie der Leopoldina als "sehr wichtig" für das weitere Vorgehen bezeichnet. Welche Empfehlungen die Forscher noch geben, ist hier zu lesen.

+++ Erntehelfer in Sachsen erwartet +++

Am Flughafen Leipzig/Halle werden in den nächsten Tagen Erntehelfer aus Rumänien erwartet. Die Fluggesellschaft Eurowings hat mehrere Flüge aus Rumänien angekündigt, wie der MDR berichtet. 

Der Deutsche Bauernverband hatte zu Beginn der vergangenen Woche eine Website freigeschaltet, auf der interessierte Betriebe ihre einfliegenden Saisonkräfte aus Südosteuropa anmelden müssen. Diese Daten werden an die Bundespolizei weitergeleitet. Sachsens Landesbauernverband hofft auf 4.056 einfliegende Helfer - auch aus Bulgarien und Ungarn, dazu 2.430 Polen und 145 Tschechen, die per Auto einreisen. Saechsische.de-Reporter Michael Rothe erklärt, wie Sachsens Erntehelfer auf die Felder kommen.


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