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Sachsen

Politik in Sachsen – Die Morgenlage

+++ Die Polizei räumt bei der "Fahrrad-Affäre" Fehler ein +++ Ermittlungen nach Attacke auf Journalisten +++ IHK-Chef: Corona stärkt Online-Handel

Innenminister Roland Wöller
Innenminister Roland Wöller © ronaldbonss.com

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geht es Ihnen auch so? Für mich fühlt sich die derzeitige Situation wie die Ruhe vor dem Sturm an. Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland steigen wieder, während wir in Sachsen (noch) verschont bleiben. Zugleich nehmen die Fragen, die im Kopf umherschwirren, zu? Ist das, was wir jetzt erleben, tatsächlich schon der Anfang der viel besprochenen zweiten Welle? Helfen die getroffenen Vorkehrungen, um sie frühzeitig zu brechen? Oder müssen wir unsere ehrgeizigen Pläne, Schulen wieder voll zu öffnen und auch Großveranstaltungen zuzulassen, überdenken?

Nun sind wir Journalisten zwar auch dafür da, Fragen zu stellen, aber Sie, liebe Leser, erwarten zu Recht auch Antworten. Deshalb empfehle ich Ihnen heute Morgen ein Interview, das meine Kollegin Julia Vollmer mit dem Chef der Dresdner Uniklinik, Michael Albrecht, geführt hat. Kurz und knapp spricht er darin über die aktuelle Lage.


Wird es eine 2. Welle geben? "Ja, es gibt Anzeichen dafür." Reichen die vereinbarten Corona-Tests an Flughäfen? "Die Tests sind sinnvoll, aber sie müssen, bei negativem Befund, wiederholt werden." Können die Schulen Ende August den Regelbetrieb starten? "Wenn alle Hygienemaßnahmen eingehalten werden, spricht nichts gegen einen Regelbetrieb." Ich wünsche Ihnen eine erhellende Lektüre.

Ihr Tobias Winzer, Politikredakteur sächsische.de


Die wichtigsten News am Morgen:

+++ Polizei unterschätzte Brisanz der "Fahrrad-Affäre" +++

In der Affäre um den Verkauf gestohlener Fahrräder durch Polizisten hat die Führungsspitze der Polizei Fehler eingeräumt. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage des Linke-Abgeordneten Marco Böhme hervor. Als die Polizei Mitte vorigen Jahres Anzeige wegen Korruptionsverdachts erstattete, sei die Dimension weder bekannt noch absehbar gewesen, schreibt das Ministerium.Weil das Landeskriminalamt Sachsen unter Leitung der Leipziger Staatsanwalt die Ermittlungen übernommen hatte, habe für Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar keine Veranlassung bestanden, weitere Schritte einzuleiten. Ab November gehörten allerdings bereits 111 Personen zum Kreis der Verdächtigen. Böhme nannte es verwunderlich, dass Innenminister Roland Wöller (CDU) erst im Januar von den Anzeigen erfahren habe. 

+++ Ermittlungen nach Attacke bei B96-Demo +++

Nach der Attacke auf einen Journalisten am Rande der Proteste an der Bundesstraße B96 hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Mit Beschimpfungen war ein Mann am vergangenen Sonntag zielgerichtet auf ein Team von Spiegel TV losgegangen und schlug den Kameramann. Der Schläger hatte zuvor selbst seine Handykamera in Richtung der Journalisten gehalten und diese vermutlich gefilmt. Der Landesverband des Deutschen Journalistenverbandes verurteilt den Angriff scharf. Sachsen sei in den vergangenen fünf Jahren das Bundesland mit den meisten pressefeindlichen Aktionen geworden.

+++ IHK-Chef: Corona verstärkt Trend zu Online-Handel +++

Der stationäre Handel wird wegen der Corona-Krise gegenüber dem Online-Handel an Umsatzanteilen verlieren. Das sagt der Haupftgeschäftsführer der Dresdner Industrie- und Handelskammer, Detlef Hamann, im Interview mit sächsische.de. Vor allem "typische Einzelhandelsgeschäfte in Innenstädten, beispielsweise Textilfachgeschäfte oder Buchhändler" würden "sehr schmerzhafte und teilweise auch existenzbedrohende Umsatzrückgänge verzeichnen". Um den Handel wieder zu beleben, sei auch Psychologie gefragt. "Wenn jetzt alle erstmal abwarten und schauen, wohin die Reise geht, werden Unternehmen keine Investitionen und Konsumenten keine Einkäufe tätigen. Ohne eine allgemeine Zuversicht wird der Laden nicht so schnell wieder ins Rollen kommen." Eine Entscheidung der Landesregierung kann Hamann bis heute nicht nachvollziehen. 


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