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Politik in Sachsen – Die Morgenlage

+++ Freistaat verkündet Corona-Notfallplan für Schulen +++ Mitarbeitermangel bei Flughafen-Tests +++ Angst vor zweiter Welle steigt +++

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Guten Morgen,

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Das Handwerk macht selbstbewusst
Das Handwerk macht selbstbewusst

In keinem anderen Bundesland ist das Handwerk so stark wie in Sachsen. Jedes vierte Unternehmen gehört hier zur Wirtschaftsmacht von nebenan.

während Sachsens Schüler noch rund vier Wochen ihre Sommerferien genießen dürfen, geht es im ersten Bundesland schon wieder weiter. Geübt wird in Mecklenburg-Vorpommern jetzt der "Normalbetrieb". Was für ein Wort für Unterricht an einer Schule - ich kann mich noch immer nicht daran gewöhnen. Aber auch das gehört vielleicht zur "neuen Normalität", wie es manche nennen. 

Sachsen bereitet sich mit einem Vier-Stufen-Plan auf das neue Schuljahr vor. Klingt alles wohlüberlegt, doch wie die Lage in vier Wochen aussehen wird, kann derzeit keiner genau voraussagen. An Sachsens Schulen soll es keine generelle Maskenpflicht geben, sondern die Schulen entscheiden je nach Lage und örtlichen Gegebenheiten. 

Auch das gehört eben zur "neuen Normalität": dass wir uns daran gewöhnen müssen, dass in Pandemie-Zeiten das Repertoire der Reaktionsmöglichkeiten so reichhaltig ist, wie die Infektionswege, die das Virus sich sucht. Eine stete Ungewissheit hat sich mit Corona in unser aller Leben bereitgemacht. Was zählt, ist eine gute Vorbereitung auf mögliche Szenarien. Ob Sachsens Kultusministerium diese Hausaufgabe während der Ferien gut gemacht hat, werden wir erst in einigen Wochen wissen. Vielleicht.

Ihre Annette Binninger, Leiterin Politikredaktion sächsische.de


Die wichtigsten News am Morgen:

+++ Studie: Ansteckungsgefahr in Schulen gering +++

Die akute Ansteckungsgefahr mit Covid-19 ist an sächsischen Schulen sehr gering. Das geht aus einer Studie des Universitätsklinikums Leipzig hervor, die am Montag vorgestellt wurde. Demnach ist davon auszugehen, dass sich bisher nur wenige Schülerinnen und Schüler oder Lehrerinnen und Lehrer mit dem Coronavirus infiziert haben, sagte Wieland Kiess, der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig. In einer zweiten Studie mit 900 Teilnehmern wurden bundesweit erstmals die psychischen Folgen von Schulschließungen untersucht.

+++ Mitarbeitermangel bei Corona-Tests +++

Erst gestern wurden die Corona-Testzentren an den sächsischen Flughäfen offiziell in Betrieb genommen. Doch schon jetzt haben die Betreiber Sorgen, ob sie größeren Andrang bewältigen können. "Wenn sich jetzt alle Urlauber aus Risikogebieten am Flughafen testen lassen wollen, müssen wir das Angebot erweitern", sagt Klaus Heckemann, Chef der kassenärztlichen Vereinigung Sachsen. Das zuständige Labor in Dresden könne derzeit nur 1.600 Tests pro Tag durchführen, die beiden Labore in Leipzig wären damit jeweils schon stark überlastet. Außerdem fehlt es an Geld und Personal.

Bereits am Wochenende wurden die ersten Tests durchgeführt. Am Flughafen Dresden waren es 500, in Leipzig/Halle 600 - davon fielen sechs positiv aus. Unterdessen erwägt Sachsen, weitere Testmöglichkeiten für Urlaubsrückkehrer zu schaffen. Man denke dabei an Grenzübergänge zu Tschechien und Polen sowie an Bahnhöfe, erklärte Gesundheitsstaatssekretär Uwe Gaul am Montag. 

+++ Angst vor zweiter Corona-Welle steigt +++

Viele Sachsen befürchten eine Rückkehr der Corona-Pandemie. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Exklusiv-Umfrage, die sächsische.de gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey gestartet hat. Demnach denken derzeit rund 62 Prozent der Sachsen, dass es in den kommenden Wochen und Monaten zu einer zweiten Corona-Infektionswelle kommen könnte. Rund 27 Prozent der Sachsen glauben das nicht, rund elf Prozent sind bei der Frage unentschieden. Die Daten, die seit Mitte Mai regelmäßig erhoben werden, zeigen einen deutlichen Wandel des Meinungsbildes in den vergangenen Wochen und noch einmal verstärkt in den vergangenen Tagen.


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