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Sachsen

Politik in Sachsen – Die Morgenlage

+++ Kein Bußgeld für Maskenverweigerer in Sachsen +++ Erste Details für Sachsentarif stehen fest +++ Sachsen lockt Lehrer aus anderen Bundesländern an +++

© Matthias Rietschel

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Guten Morgen,

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Im Autohaus Dresden gilt: Wenn Mitarbeiter gute Leistungen zeigen, dürfen sie ihr ganzes Potential entfalten. Da ist so mancher schnelle Aufstieg möglich.

seit einem Jahr, so lange es diesen morgendlichen Newsletter jetzt schon gibt, frage ich mich gelegentlich besorgt, worüber ich eigentlich an dieser Stelle schreiben sollte, wenn mir mal gerade nichts mehr einfällt, worüber ich schreiben könnte. 

Die Lage ist ernst. Politische Insider konnten dies bereits vor einigen Tagen unter Aufbringung eines Großteils ihrer ansonsten geruhsam urlaubenden Gehirnzellen schlussfolgern, als ich an dieser Stelle über das nahende Sommerloch sinnierte. Nun also, scheint es da.

Oder wie ist es sonst zu erklären, gar zu ertragen, dass nahezu jede zweite Nachricht in den vergangenen 24 Stunden etwas mit Masken, Maskenpflicht, Bußgeld oder eben Masken oder Maskenpflicht zu tun hat? Und dass, ohne dass sich durch diese Nachrichten-Überschwemmung irgendetwas an unserer Wirklichkeit verändert hätte. Erste Anzeichen scheinen sich unweigerlich zu verdichten, dass es nun da ist, eben jenes gefürchtete Sommerloch. Von dem einige ja seit Jahren, wissenschaftlich untersetzt, trotzig behaupten, dass es das doch gar nicht gebe. 

Selbst wenn wir nun einmal wohlwollend davon ausgehen wollen, dass dem so ist, kann ich Ihnen an dieser Stelle nun getrost einen schönen, nicht zu heißen Tag wünschen. Und mich dann getrost zurücklehnen: Der Tag der Tage, der gefürchtete Tag X, er ist noch nicht da, an dem mir nichts mehr einfällt. Keine Sorge.

Herzlichst,

Ihre Annette Binninger, Leiterin Politikredaktion sächsische.de


Die wichtigsten News am Morgen:

+++ Sachsen plant keine Strafe für Maskenverweigerer +++

Sachsen will Verstöße gegen die Maskenpflicht vorerst weiterhin nicht mit einem Bußgeld ahnden. Das gab das Sächsische Sozialministerium am Mittwoch auf Anfrage von saechsische.de bekannt. Hintergrund ist eine aktuelle Debatte über Verschärfungen der Maskenpflicht angesichts einer drohenden zweiten Pandemie-Welle. So plant Nordrhein-Westfalen ein Bußgeld von 150 Euro bereits beim ersten Verstoß gegen die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr. Sachsen gehört zu den wenigen Bundesländern, die kein Geld bei Verstößen gegen die Maskenpflicht verlangen.

Unterdessen empfiehlt die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina in einer aktuellen Stellungnahme die Einführung einer Maskenpflicht im Unterricht. Wenn die Abstandsregelungen nicht eingehalten werden können, sollte es ab Jahrgangsstufe Fünf auch während des Unterrichts Maskenpflicht geben, heißt es. Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hat erst zu Wochenbeginn betont, dass es an den Schulen keine Maskenpflicht geben wird.

+++ Erste Eckpunkte für Sachsentarif stehen +++

Die Zeiten, dass man für eine Fahrt von Augustusburg bei Chemnitz in Dresdens Neustadt drei Tickets braucht, sollen in absehbarer Zeit vorbei sein. Wie der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) am Mittwoch mitteilte, haben sich der Freistaat und die fünf Verkehrsverbünde auf erste Eckpunkte für einen sogenannten Sachsentarif verständigt. Demnach soll ab 2023 für eine Fahrt vom Ausgangspunkt zum Endziel innerhalb Sachsens nur noch ein Fahrschein nötig sein. Zudem werden zahlreiche Bahnlinien integriert, die zwar sächsische Ziele verbinden, auf ihrer Fahrt jedoch den Freistaat verlassen. Auch die Logik der Preisbildung steht fest.

+++ Sachsen lockt 100 Lehrer an +++

Das Landesamt für Schule und Bildung hat dreieinhalb Wochen vor dem Ferienende 890 der 1.100 freien Lehrerstellen in Sachsen besetzt. Darunter sind auch 100 Lehrer aus anderen Bundesländern, die ein Angebot des Freistaates angenommen haben. Sie kommen aus Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. "Sachsen ist durch hohe Bildungsqualität und attraktive Arbeitsbedingungen auf dem umkämpften Lehrerarbeitsmarkt konkurrenzfähig geworden", sagte der Vorsitzende des Lehrerverbands Jens Weichelt. Trotz der guten Bewerberlage wird es aber nicht einfach, alle Lücken zu schließen.


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