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Sachsen

Politik in Sachsen – Die Morgenlage

+++ Sachsens oberster Richter rechnet mit weiteren Corona-Verfahren +++ Saisonstart wohl ohne Fans im Stadion +++ Maskenverweigerer in der Minderheit +++

Matthias Grünberg ist seit August der Präsident des Sächsischen Verfassungsgerichtshofes.
Matthias Grünberg ist seit August der Präsident des Sächsischen Verfassungsgerichtshofes. © dpa-Zentralbild

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Tag der offenen Scheune
Tag der offenen Scheune

am 3. Oktober 2020 auf dem Gut Haferkorn in Leisnig. Unsere Partner werden im Zelt anwesend sein und für Gespräche bereit stehen. Eintritt ist kostenfrei!

es ist eine Mutmacher-Geschichte. Eine, die das Leben täglich schreibt. Aber die wir nur hin und wieder erfahren und dann so aufschreiben können, wie mein Kollege Daniel Krüger das getan hat. Es ist die Geschichte von Familie Baldermann in Wachau. Eine glückliche Familie, das Glück war nahezu perfekt. Dann wurde 2010 Matteo geboren und alles wurde anders. Der Junge kam mit einem seltenen Gendefekt auf die Welt, konnte nicht atmen.

Zwei Tage nach der Geburt fragten die Ärzte die Eltern, ob sie ihrem Kind ein Leben trotz aller Erschwernisse ermöglichen wollten. Sie sollten entscheiden, ob dieses Leben für Matteo lebenswert sein würde. Tino und Anne Baldermann sagten Ja. Ein Ja, das für immer gilt. "Aufgeben kam für uns als Familie nie in Frage", sagt Matteos Vater. "Man wächst an seinen Aufgaben." Und auch die beiden großen Brüder Joshua und Justus sind, wann immer es geht, an Matteos Seite. 

 "Er hat uns immer gezeigt, dass er leben will", sagt seine Mutter Anne. Der Junge muss viele Operationen über sich ergehen lassen, dann endlich der entscheidende Eingriff, der Matteo das freie Atmen ermöglicht. Endlich kann der Junge das, was alle Kinder in diesen Tagen wollen: fröhlich im Pool planschen. Die Großfamilie habe sie durch die ganze Zeit getragen, sagen beide Baldermanns. Und auch die Dorfgemeinschaft in Wachau ist ein wichtiger Rückhalt. Eine ganz normale Alltagsgeschichte. Aus einem Alltag, den wir häufig so nicht sehen.

Ihre Annette Binninger, Leiterin Politikredaktion sächsische.de


Die wichtigsten News am Morgen:

+++ Sachsens oberster Richter rechnet mit weiteren Corona-Verfahren +++

Sachsens oberster Richter, Matthias Grünberg, rechnet in den kommenden Monaten mit weiteren Gerichtsverfahren rund um die erlassenen Corona-Maßnahmen. "Anfangs haben die Gerichte viele einschneidende Maßnahmen zugelassen", sagt der neue Präsident des Verfassungsgerichtshofes im Interview mit sächsische.de. Zunächst sei nur über Eilanträge entschieden worden. Grünberg kündigt an, in den Hauptsacheverfahren auch Sachverständige anhören zu wollen. Er hält außerdem die Fragen, ob die Regierung Corona-Maßnahmen beschließen durfte, ohne das Parlament einzuschalten und ob beispielsweise Gastronomen Entschädigungsansprüche haben, für klärungsbedürftig. 

+++ Fans im Stadion wohl frühestens ab November +++

Die mögliche Rückkehr von Fußball-Fans in die Stadien hat aus Sicht der Gesundheitsminister der Länder keine Priorität. Darin bestehe Einigkeit, verlautete aus Teilnehmerkreisen der Gesundheitsministerkonferenz am Montag. Wie es weiter hieß, wurde das Konzept der Deutschen Fußball Liga grundsätzlich als gut angesehen. Aus Sicht der großen Mehrheit der Ressortchefs wäre eine Umsetzung aber aktuell ein falsches Signal. Zuschauer in den Stadien seien zunächst nicht vor dem 31. Oktober wieder vorstellbar.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte zuvor das Zuschauerkonzept der Deutschen Fußball Liga gelobt. "Ich bin der Meinung, man muss ihnen jetzt die Chance geben, diese Sache zu erproben", sagte er am Montag im ARD-Mittagsmagazin. Es sei wichtig, "dass wir jetzt auch an diesem Punkt einen Schritt nach vorn gehen".

+++ Umfrage: Maskenverweigerer in der Minderheit +++

Maskenverweigerer und Menschen, die andere Corona-Schutzmaßnahmen bewusst missachten, sind in der deutlichen Minderheit. Das legt das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage nahe, die sächsische.de gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey gestartet hat. Auf die Frage "Halten sich die Personen in Ihrer direkten Umgebung Ihrer Einschätzung nach an die Corona-Schutzmaßnahmen der Bundes- und Landesregierungen?" antworten rund 63 Prozent der Sachsen mit Ja. Rund 24 Prozent schätzen hingegen ein, dass die Regeln in der direkten Umgebung gebrochen werden. 13 Prozent sind bei der Frage unentschieden. Großen Rückhalt gibt es auch für diejenigen, die über die Regeln entscheiden.


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