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Sachsen

Politik in Sachsen – Die Morgenlage

+++ Landarztquote soll kommen +++ Suchtprobleme verschärfen sich in Corona-Krise +++ Corona-Teststationen auch an Grenzübergängen +++

© dpa

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Guten Morgen,

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Die Karriere in Fahrt bringen
Die Karriere in Fahrt bringen

Im Autohaus Dresden gilt: Wenn Mitarbeiter gute Leistungen zeigen, dürfen sie ihr ganzes Potential entfalten. Da ist so mancher schnelle Aufstieg möglich.

manchen mögen keine Gedenktage. Vor Jubiläen bekommen sie Angst. Sogar vor der eigenen Geburtstagsfeier scheuen sie zurück. Manchen ist einfach die Aufmerksamkeit um ihre Person zu groß. Oder aber die biografische "Haltestelle" – das Innehalten und erzwungene Nachdenken über ein vergangenes Lebensjahr. Mit der neugierig-bangen Frage: Und was kommt jetzt (noch)?

30 Jahre, das ist schon fast ein halbes Menschenleben. Jedenfalls ist der Zeitraum lang genug, um richtige und falsche Entscheidungen fürs eigene Leben in Ruhe zu überblicken und zu überdenken. 30 Jahre Deutsche Einheit, die wir am 3. Oktober 2020 feiern dürfen, das ist für mich wie eine "Überraschungstüte". Verbunden mit der irritierenden Erkenntnis: Was? Schon 30 Jahre ist das her?

In der Redaktion haben wir uns lange überlegt, was wir dazu machen können – und wollen. Nur nicht wieder die erwartbaren Bilanzen, Interviews und "Erfolgsgeschichten". Das sollte es nicht sein. So ist unsere Serie "Wessi-Ossi-Wossi - Wie die Deutschen im 30. Einheitsjahr miteinander klarkommen" entstanden. Und wir freuen uns, dass die Kollegen vom Bonner General-Anzeiger dabei mitmachen.

Entstanden sind Geschichten aus dem Alltag des Zusammenlebens, der Begegnungen, der Missverständnisse, über Enttäuschungen und die freudig-schönen Erlebnisse von Ost- und Westdeutschen. Wie denken die Menschen heute übereinander? Warum fehlen noch immer Begegnungen, um die/den Anderen wirklich kennenzulernen? Und warum hält sich manches Vorurteil – auf beiden Seiten – so hartnäckig. Was läuft gut – und was warum immer noch nicht so richtig reibungsfrei. Es geht um die Menschen – was sonst könnte in diesem, unserem gemeinsamen Deutschland wichtiger sein? Ich lade Sie ein, sich mit uns in den nächsten Woche auf diese Reise zu begeben. Hier geht es direkt zum ersten Teil mit einer Geschichte über eine Ost-West-Ehe.

Herzlichst,

Ihre Annette Binninger, Leiterin Politikredaktion sächsische.de


Die wichtigsten News am Morgen:

+++ Regierung will Landarztquote einführen +++

Damit in Zukunft mehr junge Mediziner als Hausarzt im ländlichen Raum arbeiten, plant Sachsen eine Landarztquote. Dafür hat Sachsens Regierung nun ein Landarztgesetz vorgelegt, das im Landtag beraten wird. Mit dieser Quote wird ein Sonderkontingent von jährlich etwa 30 Studienplätzen für Humanmedizin bereitgestellt. Diese Plätze werden ohne den für den Medizin-Studiengang nötigen Numerus clausus vergeben. Wer sich dafür einschreibt, verpflichtet sich nach der Ausbildung mindestens zehn Jahre als Hausärztin oder Hausarzt außerhalb der Großstädte zu arbeiten. Der Mangel ist bereits jetzt schon groß.

+++ Weniger Crystal, mehr Cannabis +++

Fachleute befürchten eine Zunahme der Suchtprobleme durch die Corona-Krise. Wenn der Alltagsrhythmus vieler Leute durcheinandergerät, kann das vor allem für Suchtkranke gefährlich sein. Es ist mit einem Anstieg alkoholbezogener Probleme und des Hilfebedarfes bei exzessivem Medienkonsum zu rechnen, sagt Olaf Rilke, der Geschäftsstellenleiter der sächsischen Landesstelle gegen Suchtgefahren. Nach dem aktuellen Suchtbericht 2019 bleibt Alkohol die Droge Nummer 1 in Sachsen. Knapp 80 Prozent aller Suchtdiagnosen in den Krankenhäusern und die Hälfte aller Beratungsfälle haben mit Alkoholkonsum zu tun. Die Zahl der Crystal-Konsumenten, die eine Beratungsstelle aufsuchen, sinkt weiter. Bei Cannabis nahm die Konsumentenzahl dagegen zu. 

+++ Teststationen auch an Grenzübergängen +++

Urlaubsrückkehrer nach Sachsen können sich von diesem Freitag an den Autobahn-Grenzübergängen zu Polen und Tschechien auf eine Corona-Infektion testen lassen. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen am Mittwoch mit. Die Teststationen sind eine Ergänzung zu denen auf den Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle. Dort ist das bereits seit dem 1. August möglich. In Dresden gab es laut KV bisher 3.056 Tests mit sieben positiven Fällen, in Leipzig/Halle 3.418 mit 19 Corona-Nachweisen. An den Autobahnen sind die Tests jedoch vorerst noch nicht für Fahrer des Schwerlastverkehrs vorgesehen, hieß es. Dafür reichten die Parkplätze der Testzentren nicht aus.


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