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Sachsen

Politik in Sachsen – Die Morgenlage

+++ Dutzende Schulleiter-Stellen sind unbesetzt +++ Tschechien kehrt zurück zur Maskenpflicht +++ TU Dresden soll internationaler werden +++

© dpa

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Guten Morgen,

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Late Night Shopping Dresden
Late Night Shopping Dresden

Zur langen Einkaufsnacht unter dem Motto "Late Night Shopping" lädt das City Management Dresden am Freitag, 2. Oktober, in die Dresdner Innenstadt ein.

darf ich einmal Hellseher spielen? Wenn Gesundheitsministerin Petra Köpping heute Mittag die Ergebnisse der Kabinettssitzung vorstellt, wird eines mit dabei sein: Ab 1. September - mit Inkrafttreten der neuen Corona-Schutzverordnung - werden Großveranstaltungen mit mehr als tausend Personen wieder erlaubt sein. Köpping hatte zuletzt bereits im Interview mit sächsische.de verraten, dass sie diesen Vorschlag in der Runde machen wird. Und große Gegenwehr war bislang nicht zu vernehmen. Im Gegenteil: Regierungschef Michael Kretschmer wäre sogar einem Start der Fußball-Bundesliga mit Zuschauern nicht abgeneigt - dies wollen allerdings die Gesundheitsminister der Bundesländer, inklusive Köpping, nicht.

Warum also das Nein zu Zuschauern im Fußball-Stadion und das Ja zu Großkonzerten, großen Firmenfeiern und Co.? Weil die Erlaubnis auf Sachsen beschränkt werden kann, wo das Infektionsgeschehen nach wie vor überschaubar ist. Im Fall der Fußball-Bundesliga wäre eine bundesweite Regelung nötig gewesen, was angesichts der Corona-Verbreitung in einigen Bundesländern nicht verantwortbar ist. Zugleich ist die Erlaubnis für Großveranstaltungen in Sachsen, so sie denn heute tatsächlich verkündet wird, aber auch ein deutliches Zeichen dafür, unter welchem Druck die Landesregierung steht. 

Denn eigentlich will der Freistaat ja zunächst mit einem wissenschaftlich begleiteten Großexperiment am kommenden Wochenende herausfinden, wie und ob Massenevents und Corona-Ansteckungsgefahr zusammenpassen. Mit ersten Ergebnissen ist erst Ende September zu rechnen. Doch die Zeit drängt. Denn Gastronomen und Veranstalter haben zuletzt immer wieder klargemacht, dass sie solche Events brauchen, um ihre "Überlebenschancen" zu verbessern. Und die milden Temperaturen, die solche Events jetzt auch im Freien erlauben, sind endlich. 

Spannend wird heute Mittag also vor allem der Blick auf die Details - für größtmögliche Sicherheit auf der einen und größtmögliche Freiheit auf der anderen Seite. 

Ihr Tobias Winzer, Politikredakteur sächsische.de


Die wichtigsten News am Morgen:

+++ In Sachsen fehlen 87 Schulleiter +++

An Sachsens Schulen sind derzeit 87 Stellen für Schulleiter und 134 Posten für stellvertretende Schulleiter unbesetzt. Das geht aus Zahlen des Kultusministeriums zum Schuljahr 2019/2020 hervor. Die meisten Schulleiter fehlen an Grundschulen. Sachsenweit sind allein hier 61 Leitungsposten unbesetzt. Im Regionalbereich Chemnitz fehlen die meisten Schulleiter, gefolgt von der Region Zwickau. Das Kultusministerium arbeitet nun an einem Maßnahmenkatalog, um das zu ändern.

+++ Tschechien kehrt zurück zur Maskenpflicht +++

Tschechien führt die landesweite Maskenpflicht nur zwei Monate nach ihrer Aufhebung wieder ein. Ab dem 1. September muss in den Innenräumen von Geschäften und Behörden sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Hintergrund seien das Ende der Sommerferien und der Beginn des neuen Schuljahres, sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech am Montag in Prag. "Es wird viel mehr Kontakte zwischen den Menschen geben und darauf müssen wir reagieren", betonte der 33-Jährige. Es handele sich um eine "präventive Maßnahme".

+++ TU Dresden soll internationaler werden +++

Die Technische Universität Dresden soll nach dem Willen ihrer neuen Rektorin Ursula M. Staudinger eine globale Universität für das 21. Jahrhundert werden. Eine solche Universität brauche eine exzellente Forschung und müsse einen Beitrag dazu leisten, Antworten auf die Probleme der Menschheit zu finden, sagte die 61 Jahre alte Psychologin am Montag und nannte als Beispiel Themen wie den Klimawandel und die demografische Entwicklung. Staudinger, die zuvor jahrelang in den USA lehrte und forschte, will unter anderem erreichen, dass an der TU Dresden auch außerhalb der Lehrveranstaltungen künftig mehr Englisch gesprochen wird.


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