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Döbeln

Bundestagswahl: Das sind die Direktkandidaten für Mittelsachsen

Am 26. September wird der neue Bundestag gewählt. Bei Sächsische.de stellen die acht Direktkandidaten für Mittelsachsen ihre Vorhaben vor.

Acht Bewerber aus dem Wahlkreis 161/Mittelsachsen wollen Ende September in den Bundestag gewählt werden. Die meisten von ihnen sind Neulinge auf Bundesebene.
Acht Bewerber aus dem Wahlkreis 161/Mittelsachsen wollen Ende September in den Bundestag gewählt werden. Die meisten von ihnen sind Neulinge auf Bundesebene. © Mildner/Halbauer/Weidler/Essler/privat

Mittelsachsen. Ende September wird der 20. Deutschen Bundestag gewählt. Auch die Bürger im Wahlkreis 161/Mittelsachsen, zu dem die Region Döbeln gehört, sind aufgefordert ihre Entscheidung für Erst- und Zweitstimme zu fällen.

Acht Direktkandidaten für Mittelsachsen sind zugelassen. Neben den großen Parteien CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, die Linke und AfD sind auch die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) sowie die Basisdemokratische Partei (die Basis) vertreten.

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Sächsische.de hat sie gefragt: Wie sind sie in die Politik gekommen? Wofür stehen sie? Wie wollen sie sich für die Region einsetzen? Hier die Kandidaten im Überblick.

Carolin Bachmann (AfD)

Carolin Bachmann hat die Finanzkrise 2008 in Frankfurts Bankenwelt erlebt und ist daraufhin nach Sachsen zurückgekehrt. Nun will sie für die AfD in den Bundestag. Geboren in Freiberg und aufgewachsen in Mulda sowie Dorfchemnitz zog sie bereits mit 16 Jahren nach Frankfurt am Main, um den Beruf als Investmentfondkauffrau zu lernen.

Angesprochen darauf, warum Carolin Bachmann nun für die AfD und nicht für die Linke kandidiert, nannte sie im Gespräch mit Sächsische.de die Sozialpolitik der Genossen. Hier lesen sie das ganze Porträt von Carolin Bachmann.

Carolin Bachmann will als Direktkandidatin im Wahlkreis 161/Mittelsachsen für die AfD in den Bundestag ziehen.
Carolin Bachmann will als Direktkandidatin im Wahlkreis 161/Mittelsachsen für die AfD in den Bundestag ziehen. © Thomas Kube

Veronika Bellmann (CDU)

Veronika Bellmann ist bekannt dafür, dass sie nicht immer einer Meinung ist mit der Regierungskoalition. Vor Ort engagiert sie sich in Vereinen. Veronika Bellmann ist längst keine Unbekannte mehr, sowohl in der Welt der Politik als auch in ihrem Wahlkreis.

Seit 2002 sitzt sie bereits in Berlin, zunächst für den Wahlkreis Freiberg, seit der Kreisreform 2008 stets für Mittelsachsen. Sie selbst ist dabei über die Jahre immer mal wieder angeeckt. Sächsische.de-Redakteur Eric Mittmann sprach mit Veronika Bellmann.

Veronika Bellmann kämpft auch in diesem Jahr wieder um ihren Platz im Bundestag. Für die CDU geht sie auf Listenplatz 10 in den Wahlkampf.
Veronika Bellmann kämpft auch in diesem Jahr wieder um ihren Platz im Bundestag. Für die CDU geht sie auf Listenplatz 10 in den Wahlkampf. © Christian Essler/xcitePRESS

Stefan Hartmann (Die Linke)

Zur Wendezeit sammelte Stefan Hartmann als SED-Mitglied erste politische Erfahrungen. Jetzt will er für die Linken in den Bundestag. Mit seinen 53 Jahren gehöre er mittlerweile zur "reiferen Generation", sagt Stefan Hartmann über sich selbst.

Erste politische Erfahrungen habe er bereits in den 80er Jahren als Mitglied der SED gesammelt. Das für ihn prägendste Ereignis sei die Wende gewesen. Warum er nun in den Bundestag will, ein Porträt.

Landesvorsitzender Stefan Hartmann tritt als Direktkandidat für die Linke im Bundestagswahlkampf an.
Landesvorsitzender Stefan Hartmann tritt als Direktkandidat für die Linke im Bundestagswahlkampf an. © Lars Halbauer

Alexander Geißler (SPD)

Alexander Geißler will Mittelsachsen attraktiver machen, um Firmen anzulocken. Um das zu erreichen, tritt er für die SPD bei der Bundestagswahl an. Wer Rechte und Pflichten gestalten will, die unser Leben bestimmen, der muss sich auch dafür einsetzen. - Diese Erkenntnis habe er bereits mit 18 Jahren zu der Entscheidung gebracht, sich politisch engagieren zu wollen.

"Bei der Wahl 2009 habe ich mir dann alle Programme der Parteien durchgelesen und bin schließlich bei der SPD gelandet." Ein Jahr später trat er den Sozialdemokraten bei. Das ganze Porträt lesen Sie hier.

Alexander Geißler will seine Heimat Mittelsachsen künftig im Bundestag repräsentieren. Für die SPD tritt er auf Landeslistenplatz 9 an.
Alexander Geißler will seine Heimat Mittelsachsen künftig im Bundestag repräsentieren. Für die SPD tritt er auf Landeslistenplatz 9 an. © Christian Essler

Philipp Hartewig (FDP)

Philipp Hartewig ist bereits mit 15 Jahren den Jungen Liberalen beigetreten. Im Bundestag will er nun für die FDP unter anderem an einer Rentenreform arbeiten. Mit 26 Jahren hat Philipp Hartewig schon so einiges erreicht in seiner politischen Karriere.

2010, im Alter von 15 Jahren, der FDP-Jugendorganisation Junge Liberale beigetreten, fungiert er mittlerweile als stellvertretender Landesvorsitzender der Freien Demokraten in Sachsen. Bereits 2017 kandidierte er erstmals für den Bundestag. Doch warum für die FDP? Ein Porträt über Philipp Hartewig.

Philipp Hartewig hat es mit 26 Jahren bereits zum Landes-Vize der FDP in Sachsen geschafft. Nun geht er für die Liberalen auf Listenplatz 3 ins Rennen um den Bundestag.
Philipp Hartewig hat es mit 26 Jahren bereits zum Landes-Vize der FDP in Sachsen geschafft. Nun geht er für die Liberalen auf Listenplatz 3 ins Rennen um den Bundestag. © Dietmar Thomas

Lea Fränzle (Bündnis 90/Die Grünen)

Als grüne Kreisrätin kämpft Lea Fränzle für mehr Lebensqualität im ländlichen Raum. Nun will sie sich dafür auch auf Bundesebene einsetzen. Der Ukraine-Konflikt, die Annektierung der Krim durch Russland, hat Lea Fränzle mit 16 Jahren dazu gebracht, sich politisch zu engagieren. 2015 trat sie der Grünen Jugend bei.

Ein Jahr später folgte die Mitgliedschaft bei Bündnis 90/Die Grünen. Ihr anfänglicher Fokus auf Außenpolitik ist seitdem Themen wie Regionalentwicklung, Strukturwandel und Kreislaufwirtschaft gewichen. Ein Porträt der Direktkandidatin.

2015 ist Lea Fränzle der Grünen Jugend beigetreten. Auf Listenplatz 10 soll es nun für Bündnis 90/Die Grünen in den Bundestag gehen.
2015 ist Lea Fränzle der Grünen Jugend beigetreten. Auf Listenplatz 10 soll es nun für Bündnis 90/Die Grünen in den Bundestag gehen. © Eckardt Mildner

Marcus Lieder (ÖDP)

Markus Lieder hat sein Studium genutzt, um über den Tellerrand zu schauen. Seine Erkenntnisse will er nun für die ÖDP im Bundestag einbringen. Er war schon seit Langem politisch motiviert, wie er selbst über sich sagt. Bevor es ihn jedoch endgültig in die Welt der Denker und Lenker zog, habe er zunächst einige Zeit mit seinem Studium verbracht.

Nachdem der heutige Fotograf und Mediaplaner zunächst 2015 begonnen hatte, seine Gedanken in einem Blog zu veröffentlichen, entschied er sich schließlich politisch aktiv zu werden. Warum er nun in den Bundestag will, verrät er im Porträt von Eric Mittmann.

Marcus Lieder kandidiert bei der Bundestagswahl für die ÖDP.
Marcus Lieder kandidiert bei der Bundestagswahl für die ÖDP. © ÖDP

Thomas Linke (Die Basis)

Die Corona-Krise hat Thomas Linke in die Politik finden lassen. Als Teil der Basisdemokratischen Partei Deutschlands will er nun in den Bundestag ziehen. Er hatte sich lange Zeit wenig mit Politik beschäftigt, wie er selbst sagt. Ein Studium als Bauingenieur, Familie und die Arbeit prägten lange Zeit das Leben des 49-Jährigen.

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Acht Frauen und Männer bewerben sich für einen Platz im Bundestag. Vor allem beim Alter lässt sich eine deutliche Verschiebung erkennen.

"Während der Corona-Krise, habe ich mich dann gefragt, was für Ziele man im Leben noch haben kann und sollte. Daraufhin habe ich mich entschieden, mich politisch zu engagieren", erinnert sich der zweifache Vater. Was er im Landkreis nun verändern will, erklärt er im Kandidaten-Porträt.

Thomas Linke (Die Basis) kandidiert als Direktkandidat für Mittelsachsen.
Thomas Linke (Die Basis) kandidiert als Direktkandidat für Mittelsachsen. © Dietmar Thomas

Hinweis in eigener Sache: Wie Verlag und Redaktion mit Berichten und Anzeigen im Zusammenhang mit der AfD im Bundestagswahlkampf umgehen.

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