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"Man sollte die Chance zum Mitbestimmen nicht vertun"

Sächsische.de hat Wähler in der Region gefragt, weshalb sie ihre Stimme abgegeben haben. Einer verlegte sogar seinen Urlaub.

Stimmenabgabe zur Bundestagswahl im Wahllokal in der Oberschule Waldheim.
Stimmenabgabe zur Bundestagswahl im Wahllokal in der Oberschule Waldheim. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Etwa 258.000 Bürger über 18 Jahren sind im Landkreis Mittelsachsen berechtigt, ihre Stimme zur Bundestagswahl abzugeben. Viele haben bereits die Briefwahl genutzt, einige sogar am Wahltag diese noch beantragt. "Zum Beispiel, weil sie krank geworden sind", sagt Andy Scharf, stellvertretender Wahlleiter in Döbeln.

Sächsische.de hat mit Wählern aus der Region gesprochen und gefragt: Warum gehen Sie wählen und welche Themen sind Ihnen besonders wichtig?

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"Die Löhne steigen nicht so wie die Preise"

"Weil man die Chance nicht vertun soll, mitzubestimmen, wie es weitergehen soll", sagte Heike Oehme aus Döbeln. "Es soll nicht so weitergehen wie bisher. Ich würde wollen, dass es für uns Kleinere mehr Geld gibt.

Soziale Themen würden mir am Herzen liegen. Denn der kleine Mann hat ja immer weniger im Geldbeutel. Die Löhne steigen nicht so wie die Preise. Gerechtigkeit ist mir wichtig", erklärte die 56-Jährige.

Soziale Themen liegen Heike Oehme am Herzen.
Soziale Themen liegen Heike Oehme am Herzen. © Dietmar Thomas

"Es gibt viel zu wenig Personal in Kitas und Pflege"

Weil sich in Deutschland was ändern muss, sagt Luisa-Marie Möbius, auf die Frage, weshalb sie wählen geht. "Es gibt viel zu weniger Kita-Personal und Pflegepersonal. Die Mindestgehälter sind viel zu niedrig", erklärt die 25-Jährige.

"Soziale Belange sind mir als Erzieherin besonders wichtig. Wir haben so viele förderbedürftige Kinder, da muss unbedingt etwas getan werden. Bei der Notbetreuung hatten wir weniger Kinder und mehr Zeit für jedes einzelne", so die junge Frau aus Großweitzschen.

Als Erzieherin wünscht sich Luisa-Marie Möbius einen besseren Betreuungsschlüssel.
Als Erzieherin wünscht sich Luisa-Marie Möbius einen besseren Betreuungsschlüssel. © Dietmar Thomas

"Weil es meine Bürgerpflicht ist"

"Weil es meine Bürgerpflicht ist und ich gerne etwas im Land verändern möchte", nennt Theresa Moritz-Eltsner ihre Beweggründe.

"Die Umwelt soll besser werden, es soll mehr für den Naturschutz gemacht werden. Leider habe ich noch keine Kinder, aber die Kinder sollen etwas davon haben, dass es der Umwelt besser geht. Das Aussterben der Grünflächen und Parks soll aufhören", so die 34-jährige Leisnigerin.

Umweltfragen treiben Theresa Moritz-Elstner aus Leisnig um.
Umweltfragen treiben Theresa Moritz-Elstner aus Leisnig um. © Dietmar Thomas

"Zu hohe Steuern und Benzinpreise"

"Um etwas zu bewirken, so geht es ja nicht weiter", antwortet Stephan Uhlig auf die Frage, weshalb er zur Wahl geht. Und was soll sich ändern? "Bei den Steuern müsste man mal was tun, bei den Benzinpreise und bei Löhnen in allen Bereichen", so der 39-Jährige aus Waldheim.

Stephan Uhlig bemängelt zu hohe Steuern und Benzinpreise.
Stephan Uhlig bemängelt zu hohe Steuern und Benzinpreise. © Dietmar Thomas

Extra den Urlaub verlegt für die Wahl

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Es wäre eine Katastrophe, nicht wählen zu gehen", sagt Alexander Senger aus Hartha. "Wir müssen ja unsere Führung selbst bestimmen. Und wir dürfen das ja, wählen gehen. Andere, ja die meisten auf der Welt, die dürfen das nicht. Wir haben extra unseren Urlaub so gelegt, dass wir am Wahltag zuhause sind", sagt der 47-Jährige.

Alexander Senger hat extra den Urlaub so gelegt, dass er am Wahltag zuhause ist.
Alexander Senger hat extra den Urlaub so gelegt, dass er am Wahltag zuhause ist. © Dietmar Thomas

"Für mich ist Wählen eine Pflicht"

"Ich gehe wählen, weil ich es als Pflicht ansehe und auf der anderen Seite finde ich, dass es die einzige Chance ist, etwas zu verändern", erklärt der 27-jährige Thommy Weise aus Hartha.

Thommy Weise sieht Wählen als Pflicht.
Thommy Weise sieht Wählen als Pflicht. © Dietmar Thomas

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