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Mittelsachsens Jugend wählt FDP

Vor der Bundestagswahl haben Kinder und Jugendliche bei der U18-Wahl ihr Kreuz gesetzt. Mittelsachsen wählte dabei deutlich anders als der Freistaat.

In ganz Deutschland haben Jugendverbände vergangene Woche die U18-Wahl durchgeführt. Auch in Mittelsachsen wurde abgestimmt.
In ganz Deutschland haben Jugendverbände vergangene Woche die U18-Wahl durchgeführt. Auch in Mittelsachsen wurde abgestimmt. © dpa

Döbeln. Wie würde die Bundestagswahl ausfallen, wenn Kinder und Jugendliche über die Zusammensetzung des Parlaments entscheiden dürften? Etwa eine Woche vor dem Urnengang am 26. September hat die U18-Wahl eine Antwort auf diese Frage geliefert.

In die tatsächliche Bundestagswahl fließt das Ergebnis zwar nicht ein. Es soll jedoch ein Stimmungsbild unter jungen Menschen vermitteln, die noch nicht wählen können.

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SPD in Döbeln vorn, AfD auf Platz 3

Im Wahlkreis Mittelsachsen machte dabei die FDP mit 22,29 Prozent der Stimmen das Rennen. Die AfD landete mit 18,11 Prozent auf Platz 2.

Für die SPD stimmten 15,48 Prozent der Unter-18-Jährigen, was Platz 4 entspricht. Die CDU und die Linke teilen sich mit jeweils 8,98 Prozent Platz 5, Bündnis 90/Die Grünen folgen mit 8,51 Prozent auf Platz 6.

Kleinstparteien beliebt bei Kindern und Jugendlichen

Die jungen Wähler erhielten für ihren Urnengang den Stimmzettel der Bundestagswahl. Entsprechend konnten auch sie zwischen 47 Parteien entscheiden, darunter viele Klein- und Kleinstparteien.

Wie in ganz Sachsen so sind diese auch in Mittelsachsen durchaus beliebt bei den Unter-18-Jährigen. Im Freistaat schafften es die "sonstigen Parteien" auf 14,13 Prozent. Im Landkreis erhielten sie sogar 17,65 Prozent der Stimmen, was Platz 3 entsprach.

Bei den Spitzenpositionen fällt das Ergebnis in Mittelsachsen hingegen etwas anders aus als im Freistaat. Während sachsenweit die AfD mit 16,72 Prozent der Stimmen Platz 1 belegt, entschied sich die Landkreis-Jugend lieber für die FDP.

Auf den Plätzen 2 bis 5 landeten in ganz Sachsen Bündnis 90/Die Grünen (16,72 Prozent), die SPD (12,91 Prozent), FDP (12,86 Prozent) und die CDU (10,69 Prozent).

Kein klares Wahlergebnis

Ein klares Bild der politischen Stimmung bei den Kindern und Jugendlichen zeigt die Wahl jedoch nicht. Dem Mitteldeutschen Rundfunk zufolge haben in Sachsen etwa 12.000 Unter-18-Jährige teilgenommen. Die Wahlbeteiligung habe demnach bei 2,5 Prozent gelegen, was das Ergebnis nur wenig aussagekräftig macht.

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Die U18-Wahl wird jährlich durch Jugendverbände in ganz Deutschland durchgeführt. Neben der Abbildung der Stimmung unter Kindern und Jugendlichen gehe es dabei auch darum, die Frage des Wahleintrittsalters immer wieder neu zu diskutieren.

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