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Politik

Chrupalla will Geschlossenheit in West-AfD

Wird die AfD nach den Verlusten in Sachsen-Anhalt nervös? Co-Parteichef Tino Chrupalla sieht keinen Trend - und die Ost-Parteiverbände als Vorbilder.

AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla (r.) steht auf einer Wahlkampfveranstaltung in Magdeburg neben Oliver Kirchner (l), Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla (r.) steht auf einer Wahlkampfveranstaltung in Magdeburg neben Oliver Kirchner (l), Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. © Robert Michael/dpa

Berlin. Die Verluste der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sind aus Sicht des Parteivorsitzenden Tino Chrupalla kein schlechtes Omen für die Bundestagswahl am 26. September. "Ich würde jetzt von einem Minus drei Prozent keinen Trend ableiten", sagte Chrupalla am Montag in Berlin. Die AfD habe in Sachsen-Anhalt ein "fantastisches Ergebnis" erreicht.

Die AfD, die in Sachsen-Anhalt im Visier des Verfassungsschutzes steht, erreichte bei der Wahl am Sonntag mit 20,8 Prozent den zweiten Platz. Vor fünf Jahren hatte sie noch 24,3 Prozent der Wähler überzeugen können.

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Er wolle bei der anstehenden Bundestagswahl das Ergebnis von 2017 "ausbauen", sagte Chrupalla. Damals war die AfD mit 12,6 Prozent stärkste Oppositionsfraktion geworden. In bundesweiten Wählerumfragen lag die AfD zuletzt bei etwa 10 Prozent.

Größere Geschlossenheit im Osten

Der Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, Oliver Kirchner, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und seinen künftigen Koalitionären große Probleme bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der aus seiner Sicht völlig verfehlten Corona-Maßnahmen voraus.

Mit Blick auf die Rolle seiner Fraktion im neuen Landtag sagte er, "dass wir das ganz entspannt von hinten uns angucken". Der letzte Lockdown zur Bekämpfung der Pandemie "habe nichts gebracht", sagte Chrupalla.

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Dass die AfD in den ostdeutschen Ländern generell bessere Ergebnisse erreiche als im Westen sei auch eine Folge der größeren Geschlossenheit in den östlichen Landesverbänden der Partei, sagte Chrupalla. In den westlichen Verbänden seien da "sicherlich noch Hausaufgaben zu machen". Er und die Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Alice Weidel, führen die Partei als Spitzenteam in den Bundestagswahlkampf. (dpa)

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