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Bundestagswahl: DGB befragt Kandidaten

Die Bewerber um das Direktmandat müssen im Stadtkulturhaus Freital aufs Spielfeld. Auch das Publikum kann Fragen stellen.

Von Gunnar Klehm
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Die Wahlbenachrichtigung zur Bundestagswahl sollte inzwischen bei allen angekommen sein.
Die Wahlbenachrichtigung zur Bundestagswahl sollte inzwischen bei allen angekommen sein. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild

Es wird gewürfelt! Wenn man das im Zusammenhang mit der Bundestagswahl liest, sollte man nicht der Assoziation folgen, dass so das Wahlergebnis ermittelt wird. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (BGB) Region Dresden/Oberes Elbtal hat bei seinem Wahlforum mit Kandidaten in Freital dennoch Würfel dabei. Damit wird am Mittwochabend, 8. September, etwas spaßig festgelegt, zu welchen Themen Fragen zu beantworten sind. So soll es ein wenig spielerischer beim DGB zugehen, als bei klassischen Podiumsdiskussionen.

Der Hintergrund der Veranstaltung bleibt so seriös wie die Bundestagswahl selbst. Bis zum 26. September sind alle Wählerinnen und Wähler aufgerufen, mit abzustimmen, wie sich der neue Bundestag zusammensetzen soll. Um sich noch mal ein Bild von einigen Kandidatinnen und Kandidaten machen zu können, will diese der DGB noch mal ausfragen. Auch das Publikum kann Fragen stellen, während die Kandidaten auf ihrem "Spielfeld" stehen.

AfD nicht eingeladen

Zu der Veranstaltung, die ab 18 Uhr im Stadtkulturhaus Freital Lutherstraße 2 stattfindet, wurden fünf Bewerber um das Direktmandat im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge eingeladen. Das sind Corinna Franke-Wöller (CDU), André Hahn (Linke), Fabian Funke (SPD), Nino Haustein (Grüne) und Dirk Jahn (FDP). Auf Einzelkandidaten und Bewerber von Parteien, die bisher noch nicht im Bundestag vertreten sind, hat der DGB verzichtet.

Auch die Alternative für Deutschland bekam keine Einladung. Das beruht auf einem Grundsatzbeschluss des DGB. Der stammt bereits von der Bundeskonferenz 2018. Demnach schließt der DGB eine Zusammenarbeit mit der AfD aus, weil Abgeordnete und Parteifunktionäre mit ihren gewerkschaftsfeindlichen Diskussionen gegen die Grundwerte der DGB-Gewerkschaften stünden.

Ziel des Wahlforums in Freital ist es laut DGB, dass Zuschauerinnen und Zuschauer danach ganz genau wissen, "wie die Kandidierenden der Parteien zu den wichtigsten gewerkschaftlichen Themen stehen und welche Lösungen sie für aktuelle beschäftigungspolitische Herausforderungen vorschlagen".