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Ergebnis schwächt Mittelsachsen

CDU-Abgeordnete Veronika Bellmann zieht bei der Wahl zum Bundestag gegenüber der AfD-Kandidatin den Kürzeren. Dadurch wird der direkte Draht nach Berlin gekappt.

© Dietmar Thomas

Mittelsachsen/Berlin. Bei allem Streit, so schreibt SPD-Landeschef Henning Homann an Wahlverliererin Veronika Bellmann, „möchte ich Dir für Deine großen Verdienste um den Landkreis danken“. Das Ergebnis sei nicht fair.

Das sehen viele so, die um das Engagement der Eppendorferin wissen. Vor allem die Bürgermeister der Region.

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Seit 2002 arbeitet sie im Bundestag für die Region, seit 2009 auch für den Altkreis Döbeln. Zuletzt gelang es durch ihren Einsatz, etwa 2 Millionen Euro schon verloren geglaubtes Fördergeld für das Kultur- und Sportzentrum Leisnig zu sichern, indem sie Fürsprecher im Haushaltausschuss fand. Das ist nur ein Beispiel, es gibt viele andere.

Dass dieser direkte Draht nach Berlin gekappt ist, schwächt die Region, schwächt Mittelsachsen. Da tröstet es auch nicht, dass Bellmann und die mittelsächsische CDU besser dastehen als die Unionsparteien im Bund.

Carolin Bachmann ist trotz ihres guten Abschneidens kein Ersatz für die CDU-Frau. Wer auch immer das Land regieren wird, tut das nicht mit der AfD und wird ihr keine Türen öffnen.

Aber es gibt auch Lichtblicke. Mit Philipp Hartewig zieht ein junger Liberaler aus Freiberg in den Bundestag ein. An ihm ist es nun, den Draht nach Berlin zu knüpfen. Und nicht zuletzt macht das Abschneiden des SPD-Kandidaten Hoffnung. Einen Platz im Bundestag hat Alexander Geißler knapp verfehlt. Aber auch Hartewig brauchte schließlich zwei Anläufe.

Kontakt: [email protected]ächsische.de

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