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Freude und Enttäuschung über Wahlausgang

Waldheims Bürgermeister freut sich über die Zuwächse der FDP. Die Gemeinde-Chefin von Kriebstein bedauert das Ausscheiden Bellmanns.

Mit Fördergeld vom Bund sollen auf der Seebühne die Bedingungen für Künstler und Zuschauer verbessert werden. Auf diese Fördermöglichkeit hatte Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann hingewiesen.
Mit Fördergeld vom Bund sollen auf der Seebühne die Bedingungen für Künstler und Zuschauer verbessert werden. Auf diese Fördermöglichkeit hatte Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann hingewiesen. © Archiv: Dietmar Thomas

Waldheim/Kriebstein. Bis in die Nachtstunden hat Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) die Auswertung der Bundestagswahl verfolgt. Er ist stolz über das gute Abschneiden seiner Partei. Auch in Waldheim hat die FDP gegenüber der Bundestagswahl 2017 zugelegt. Erreichte die Partei damals noch 9,87 Prozent in Waldheim, waren es bei dieser Wahl 13,4 Prozent.

„Ich freue mich vor allem für unseren Kandidaten Philipp Hartewig, der nun seine Spuren hinterlassen wird und für den als junger Mensch ein neuer Lebensabschnitt beginnt“, sagte er. Dass Veronika Bellmann (CDU) nicht mehr im Bundestag vertreten sein wird, bedauert Ernst.

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Gute Partnerin in Sachen Radweg

„Sie hat für unsere Stadt viel bewegt und sich für die Region eingesetzt“, sagt er. Für Waldheim habe sie sich insbesondere für den Bau des Radweges nach Gebersbach stark gemacht, für den nun nach Jahren endlich der Planfeststellungsbeschluss vorliegt, ein Meilenstein genommen ist. Viele Gespräche habe er auch mit ihr geführt, als es um das Thema Beiersdorf und den Wegzug des Florena-Werkes ging.

Mandy Schützel, Leiterin der Haupt- und Finanzverwaltung der Stadt Waldheim, ist mit dem Ablauf der Bundestagswahl in der Zschopaustadt zufrieden. „Es hat alles super geklappt“, sagte sie auf Anfrage am Montag.

Kurz nach 21 Uhr seien alle Stimmen ausgezählt gewesen. Die Auszählung verlief ohne Fehler. „Die Ergebnisse kamen im Fünf-Minuten-Takt rein. Die Oberschule, das Wahllokal mit den meisten Wahlberechtigten, meldete als letztes“, so Mandy Schützel.

Kooperation zur Bundesebene bricht weg

Kriebsteins Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler) sieht das Ergebnis der Bundestagswahl mit gemischten Gefühlen. „Ich kann einerseits die Menschen verstehen, die sich eine Veränderung wünschen“, sagt sie. Das habe nichts mit der Person Carolin Bachmann (AfD) oder Veronika Bellmann (CDU) zu tun.

„Für uns als Kommune bricht jedoch dadurch, dass Veronika Bellmann nicht mehr im Bundestag vertreten sein wird, leider ein großes Stück Kooperation zur Bundesebene weg.“ Veronika Bellmann habe für Kriebstein sehr viel erreicht.

„Ich denke, dass das einer Abgeordneten, mit der im Bundestag niemand zusammenarbeiten möchte, nicht gelingen wird“, so Maria Euchler. Sie glaubt aus diesem Grund, dass das Wahlergebnis für unsere Region diesbezüglich sehr große Auswirkungen haben wird und das eher im negativen Sinne.

Mit der Person von Carolin Bachmann habe das gar nichts zu tun. „Ich kenne sie nicht, vielleicht ist sie ja sehr rührig“, so Euchler. „Nur denke ich, dass sie es sehr schwer haben wird als Vertreterin einer Partei, die kein Ansehen in der Regierung hat.“

Sehr gute Wahlbeteiligung in Kriebstein

Stolz ist Maria Euchler auf die hohe Wahlbeteiligung in ihrer Gemeinde. Immerhin 81,4 Prozent der Einwohner haben ihre Stimme abgegeben. „Das ist wichtig und ein sehr gutes Ergebnis.“ Die Wahl sei ohne Zwischenfälle verlaufen. „Alle Wahlhelfer haben schnell und zuverlässig gearbeitet.“

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Auch die Auszählung der Stimmen klappte reibungslos. „Wir hatten auch einige Wahlbeobachter da, von denen keine Mängel gemeldet worden sind“, so die Bürgermeisterin. Bereits reichlich zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale seien die Stimmen fertig ausgezählt gewesen.

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