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Generalsekretär: CDU hat "deutlich verloren"

Der sächsische Parteivorstand tagt bis in den späten Montagabend. Die Analyse zur Bundestagswahl fällt ernüchternd aus.

Alexander Dierks, Generalsekretär der CDU Sachsen.
Alexander Dierks, Generalsekretär der CDU Sachsen. © Robert Michael/dpa-Zentralbild

Die Vorstandssitzung der sächsischen Union dauert am Tag nach der Wahl bis nach 21 Uhr. Nur wenige Mitglieder wollen sich im Anschluss äußern. Landeschef und Ministerpräsident Michael Kretschmer winkt freundlich den Journalisten zu und verlässt das Gebäude der Dreikönigskirche. Zeitgleich gibt Generalsekretär Alexander Dierks ein Statement. Er spricht von Demut, mit dem die CDU auf das Wahlergebnis schaue. Sie habe die Bundestagswahl „deutlich verloren“.

Dierks Statement reiht sich ein in eine Reihe von Wortmeldungen, die im Tagesverlauf aus der Union kamen. In der sächsischen CDU mehren sich die Stimmen, die kein Weiter-So in einer Regierung wollen. Bereits am Morgen nach der Wahl hatte Kretschmer betont, die Partei habe keinen Regierungsauftrag. Dierks sagte, die CDU sei nicht durchgedrungen mit Themen und Kampagne.

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Das ist auch die Linie, die sich im Landesvorstand abzeichnet. Spitzenkandidat Marco Wanderwitz war anfangs zugegen, als sich die auf sieben Mitglieder verringerte Landesgruppe der CDU-Abgeordneten aus dem Freistaat konstituierte. Als deren Sprecher löst Carsten Körber Wanderwitz ab. Darauf wies auch Dierks hin, als er nach Wanderwitz gefragt wurde. Der Ostbeauftragte der Regierung hatte mit Äußerungen über diktatursozialisierte Ostdeutsche Kritik ausgelöst. Dem Vernehmen nach wollte Kretschmer ihn nicht erneut als Landesgruppensprecher.

Körber sagte am Rande der Zusammenkunft, es sei eine konstruktive Sitzung gewesen. Niemand sei an den Pranger gestellt worden. Es sei klar, dass die sächsischen CDU-Abgeordneten als Team spielen müssten.

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Dierks äußerte sich auch zur AfD, die bei der Wahl in Sachsen auf Platz eins liegt. „Die AfD ist eine in weiten Teilen rechtsextreme Partei, mit der keine Zusammenarbeit und auch keine Kooperation denkbar ist.“ Diese Abgrenzung werde auch weiter „konstitutiver Bestandteil“ der Strategie der sächsischen Union sein.

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