merken
Politik

Grüne fallen hinter Union zurück

Die CDU/CSU liegt nach einer Umfrage in der Wählergunst wieder vorn. Auch die Beliebtheit der Kanzlerkandidatin der Grünen geht zurück.

Die Umfragewerte der Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, sinken. Auch die Partei hat zuletzt in der Gunst der Wähler verloren.
Die Umfragewerte der Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, sinken. Auch die Partei hat zuletzt in der Gunst der Wähler verloren. © Michael Kappeler/dpa

Die Union liegt einer neuen Umfrage zufolge wieder vor den Grünen, die FDP hat zur SPD auf Rang drei aufgeschlossen. Im neuen RTL/ntv-Trendbarometer gewinnen CDU/CSU einen Prozentpunkt und könnten aktuell mit 25 Prozent rechnen, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten des Meinungsforschungsinstituts Forsa hervorgeht. Die Grünen verlieren hingegen im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und liegen bei 24 Prozent. Die FDP gewinnt einen Punkt und ist nun gleichauf mit der SPD mit jeweils 14 Prozent. Die AfD büßt einen Prozentpunkt auf 9 Prozent ein. Die Linke würde 6 Prozent erreichen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre.

In der Kanzlerfrage liegt Grünen-Chefin Annalena Baerbock weiter vorn, ihr Vorsprung vor den Konkurrenten Armin Laschet und Olaf Scholz ist aber geschrumpft. Wenn die Deutschen ihre Kanzlerin oder ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich derzeit 24 Prozent für Baerbock entscheiden - 8 Prozentpunkte weniger als vor fünf Wochen, kurz nach ihrer Nominierung. CDU-Chef Laschet käme aktuell auf 19 Prozent (plus ein Prozentpunkt), Vizekanzler Scholz von der SPD würde unverändert 14 Prozent erreichen. 43 Prozent der Befragten würden sich für keinen der drei entscheiden.

Anzeige
Wie werde ich reich und glücklich?
Wie werde ich reich und glücklich?

Mischa Spolianskys Kabarett-Revue »Wie werde ich reich und glücklich?« am 2. Juli 2021 auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch

Ex-Siemens-Chef macht sich für Baerbock stark

Unterdessen erhalten die Grünen im Wahlkampf Unterstützung aus der Wirtschaft: Ex-Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser hat die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock gelobt und hält sie für fähig, eine Bundesregierung anzuführen. "Die größte Glaubwürdigkeit für eine nachhaltige und langfristige Erneuerung hat sicherlich Annalena Baerbock", sagte Kaeser der "Süddeutschen Zeitung". "Was ihre Auffassungsgabe und Interesse betrifft, erinnert sie mich sehr an unsere heutige Bundeskanzlerin", fügte Kaeser hinzu. Er habe Baerbock kennengelernt als eine Person, die auf die Wirtschaft zugehe, zuhöre und sich "unglaublich schnell" auch in traditionelle Industrie-Themen einarbeite und nach wirtschaftlichen und nachhaltigen Lösungen suche.

Weiterführende Artikel

CDU: Laschet ist Spitzenkandidat in NRW

CDU: Laschet ist Spitzenkandidat in NRW

Armin Laschet wurde auf Platz eins der CDU-Landesliste in NRW gewählt. Seinen Auftritt nutzt er für eine Kampfansage - die nicht nur an die Grünen gerichtet ist.

Baerbock will Benzin verteuern

Baerbock will Benzin verteuern

Die Kanzlerkandidatin der Grünen befürwortet Preiserhöhungen um 16 Cent pro Liter. Auch zu einem Tempolimit hat sie eine klare Meinung.

Erster Talk von Baerbock, Laschet, Scholz

Erster Talk von Baerbock, Laschet, Scholz

Wie wird der Wahlkampf? Wenn das erste Aufeinandertreffen der drei Kanzlerkandidaten einen Vorgeschmack bietet, dann wohl sehr zivilisiert.

Annalena Baerbocks Probleme häufen sich

Annalena Baerbocks Probleme häufen sich

Die Kanzlerkandidatin der Grünen hat bislang keine großen Fehler gemacht. Doch die verspätete Meldung ihrer Nebeneinkünfte könnte heikel werden.

Er halte alle drei Kanzlerkandidaten Baerbock, CDU-Chef Armin Laschet und Olaf Scholz (SPD) für integer und geeignet, machte der Ex-Siemens-Chef deutlich. Allerdings stehe eben Baerbock für eine sozial-ökologische Marktwirtschaft, die Deutschland brauche. Sie sehe die ökologischen Aspekte, wisse aber auch, dass Deutschland ein Industrieland sei. Und sie habe verstanden, "dass Außenpolitik auch Außenwirtschaftspolitik ist". Dass Baerbock Regierungserfahrung fehle, ist für Kaeser "kein entscheidender Faktor". (dpa)

Mehr zum Thema Politik