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„Ich muss jetzt runterfahren“

Sebastian Fischer (CDU) hat die Wahl verloren. Er sieht die Ursachen weiter und tiefer. Im Interview verrät er, was Thomas de Maizière zum Wahlausgang sagt.

Sebastian Fischer wartete mit seinen Unterstützern in der Gaststätte Goldener Anker in Meißen auf das Wahlergebnis.
Sebastian Fischer wartete mit seinen Unterstützern in der Gaststätte Goldener Anker in Meißen auf das Wahlergebnis. © Claudia Hübschmann

Herr Fischer, bisher gab es nur CDU-Direktkandidaten aus dem Landkreis Meißen in Berlin. Warum jetzt nicht mehr?

Schauen Sie sich die Sachsenkarte an oder die Thüringen-Karte. Der Erfolg der AfD ist längst kein Meißner oder sächsisches Thema mehr. Das Problem geht tiefer und auch weiter.

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Haben Sie Fehler im Wahlkampf gemacht?

Ja, sonst wäre ich ja gewählt worden.

Hat der CDU-Kreisverband Fehler gemacht?

Nein. Die Kreispartei hat im Wahlkampf wie ein Mann hinter mir gestanden. Sie hat plakatiert, sie hat gekämpft. Ich habe noch nie eine Partei so kämpfen gesehen.

Haben Sie schon mit Thomas de Maizière gesprochen?

Ja. Er ist natürlich nicht glücklich. Aber es ist eine demokratische Entscheidung.

Warum ist die AfD so stark in der Region?

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Das hat viele Ursachen: die Kanalisation von Frust. Dabei hat sie ein negatives Menschenbild. Vielleicht gibt es Politikwissenschaftler, die das verstehen.

Was ist jetzt ihr persönlicher Plan?

Darüber denke ich morgen nach. Jetzt muss ich erst mal runterfahren.

Das Interview führte Ulf Mallek.

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