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Junger FDP-Politiker will Gesetze vereinfachen

Philipp Hartewig will sich für Verbraucherschutz, Recht und Sport engagieren. Und er hat noch ein weiteres Ziel.

Philipp Hartewig hat im zweiten Anlauf den Einzug in den Bundestag geschafft.
Philipp Hartewig hat im zweiten Anlauf den Einzug in den Bundestag geschafft. © Dietmar Thomas

Mittelsachsen/Berlin. Er klingt ein wenig gehetzt am Telefon. Gleichzeitig ist Philipp Hartewig die Freude anzuhören. Im zweiten Anlauf hat es der stellvertretende Landesvorsitzende der FDP in den Bundestag geschafft.

Schon einen Tag nach der Wahl ist er in Berlin unterwegs, um alle Formalitäten zu erledigen. Auch die ersten Beratungen stehen an. Sein Terminkalender sei für die gesamte Woche von morgens bis spät abends prall gefüllt, sagt der Wahl-Dresdener.

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Am frühen Montagnachmittag erfolgte die Konstituierung der jungen Gruppe. Zu der gehören alle FDP-Abgeordneten, die jünger als 40 Jahre sind. Mit seinen 26 Jahren ist Hartewig der jüngste FDP-Mann aus Sachsen, möglicherweise auch der gesamten Bundestagsfraktion.

Später trafen sich zudem alle FDP-Abgeordneten zur ersten Fraktionssitzung, bei der auch der Vorstand gewählt wurde.

Unfassbar beeindruckendes Ergebnis

Fünf FDP-Abgeordnete aus Sachsen haben jetzt einen Sitz im Bundestag. „Selbst bei unserem Traumergebnis im Jahr 2009 waren es nur vier. Ein so gutes Ergebnis ist unfassbar beeindruckend“, meint Hartewig.

Den Erfolg der FDP begründet der Jura-Referendar damit, dass die Partei in der Opposition bisher einen guten Job gemacht habe. „Außerdem sind eine Wende und ein Wechsel in der Politik gewollt“, so Hartewig.

Es habe sich vor der Wahl abgezeichnet, dass Mittelsachsen im Bundestag nur von der AfD vertreten werden könnte. „Die Menschen brauchen aber auch eine Vertretung aus der Mitte heraus. Und auf viele Zukunftsfragen haben wir gute Antworten“, ist sich Hartwig sicher.

Er wolle künftig in Mittelsachsen präsenter sein, so wie bisher Veronika Bellmann (CDU). „Vor ihrer Arbeit habe ich einen unheimlichen Respekt. Sie hat sehr viel für die Region getan“, sagt Hartewig.

Sport, Recht und Verbraucherschutz

Sport, Recht und Verbraucherschutz sind die Themen, die ihm besonders am Herzen liegen. Deshalb könnte er sich vorstellen, in den beiden entsprechenden Ausschüssen des Bundestages mitzuarbeiten.

Ein Ziel sei es dabei, Gesetze einfacher und klarer zu formulieren, sodass sie für jeden verständlich sind. „Wir haben auch zu viele Regelungen“, meint er.

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Philipp Hartewig ist gerade am Ende seines Jurastudiums angekommen. Eine mündliche Prüfung steht noch aus. Die will er unbedingt noch absolvieren, um nach dem Abschluss die Zulassung als Rechtsanwalt zu erlangen und auch unabhängig vom Bundestagsmandat arbeiten zu können.

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