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Meißner CDU sucht einen neuen Vorsitzenden

Sebastian Fischer wird zur Vorstandswahl im Oktober wohl nicht wieder antreten. Inzwischen fordern starke Kräfte in der CDU eine radikale Erneuerung.

Hat nichts genutzt: Sebastian Fischer mit Deutschlandfahne kurz vor der Wahl vor der schönen Kulisse des Seußlitzer Schlosses. Die Wahl ging verloren, seine Tage als Meißner Kreis-Chef der CDU sind gezählt.
Hat nichts genutzt: Sebastian Fischer mit Deutschlandfahne kurz vor der Wahl vor der schönen Kulisse des Seußlitzer Schlosses. Die Wahl ging verloren, seine Tage als Meißner Kreis-Chef der CDU sind gezählt. © Sebastian Schultz

Meißen. Vermutlich hat sich Sebastian Fischer entschieden. Er wird zur Neuwahl des Kreisvorsitzenden am 8. Oktober in Niederau wohl nicht wieder antreten. Das verlautete am Dienstag aus Kreisen der Meißner CDU. Auch Ex-Bundesminister Thomas de Maizière hat ihm zum gründlichen Nachdenken geraten. Fischer selbst, der die Wahl zum Bundestag am Sonntag gegen die AfD-Frau Babara Lenk verloren hat, wollte das so nicht bestätigen. Er werde über dieses Thema erst am 4. Oktober zur Vorstandssitzung sprechen, sagte er am Dienstag sächsische.de. "Wir arbeiten den Wahlkampf nicht über Gerüchte auf, sondern im direkten Gespräch in der Vorstandssitzung."

Doch sehr groß ist sein Rückenhalt offenbar nicht mehr. Es gibt laute Stimmen, die eine radikale Erneuerung der Meißner Kreis-CDU fordern. Bereits jetzt zirkulieren verschiedene Namen, die als Nachfolger für Fischer bereitstehen. Ganz vorn steht da die Landtagsabgeordnete Daniela Kuge. Sie sei aber noch im Prozess des Nachdenkens, ob dieser Job etwas für sie wäre, sagte sie. Für einen Teil der Mitglieder ist sie aber nicht wählbar, weil sie mit Fischer paktiert habe und so nicht glaubhaft einen Neustart verkörpern könne.

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Für diesen Teil der Mitgliedschaft kommt eher Madlen Güldner aus Strehla in Frage, die Anfang des Jahres von ihrem Vorstandsposten aus Protest gegen Fischer zurückgetreten war. Sie hatte gemeinsam mit Matthias Richter auch ein Mitglieder-Votum gegen Fischer initiiert, das dann aber wegen Datenpannen wieder abgeblasen wurde. Aus der Radebeuler Ecke gibt es Vorschläge für Dr. Sven Eppinger, der der Werteunion nahesteht.

Einige Mitglieder wünschen sich auch den Radebeuler OB Bert Wendsche oder den Meißner Landrat Ralf Hänsel als neuen CDU-Chef. Doch beide sind nicht Parteimitglied.

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