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So wählte der Kreis Görlitz am Sonntag

Die AfD gewinnt den Wahlkreis. Aber auch für den Sieger des Abends wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Vor allem die SPD ist der zweite Sieger.

Bundessprecher Tino Chrupalla gewinnt sein Direktmandat in Görlitz klar.
Bundessprecher Tino Chrupalla gewinnt sein Direktmandat in Görlitz klar. © Julian Stratenschulte/dpa

Die AfD hat die Bundestagswahl im Landkreis Görlitz klar gewonnen. Nach dem vorläufigen Endergebnis erhielt die Partei 32,5 Prozent der Stimmen. Das sind 0,4 Prozent weniger als vor vier Jahren.

Den größten Stimmenzuwachs verbuchte die SPD mit 16,9 Prozent und damit 7,6 Prozent mehr als 2017. Ebenso leicht zulegen konnte die FDP (plus 3 Prozent) auf zehn Prozent und die Grünen mit 4,9 Prozent (zwei Prozent mehr als 2017).

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Im Gegenzug verlor die CDU an der Neiße 8,4 Prozent und erreichte nur noch 18,3 Prozent der Zweitstimmen. Zweiter großer Verlierer ist die Linkspartei, die ihren Stimmenanteil mit 7,5 Prozent praktisch halbierte. Vor vier Jahren gaben noch 14 Prozent der Wähler der Linken ihre Stimme.

Oest bekommt deutlich mehr Stimmen als CDU

Bei den Erststimmen ist das Bild etwas anders. Hier konnte AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla noch 3,4 Prozent zulegen und kam nun auf 35,8 Prozent - das beste Ergebnis eines AfD-Kandidaten in Sachsen.

Florian Oest fuhr als CDU-Kandidat mit 26,1 Prozent zwar 5,3 Prozent weniger ein, als Michael Kretschmer bei der letzten Bundestagswahl. Aber Oest erhielt rund acht Prozent mehr Stimmen als die CDU - ein Zeichen dafür, dass seine Erststimmenkampagne durchaus Erfolg hatte. Das ist auch an den Ergebnissen von FDP und SPD zu sehen. Harald Prause-Kosubek erhielt 12,6 Prozent der Stimmen, knapp zwei Prozent mehr als Thomas Jurk vor vier Jahren, aber rund vier Prozent weniger als die SPD bei dieser Wahl an der Neiße.

7,4 Prozent der Wähler stimmten für Hans Grüner von der FDP, ein leichtes Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Ergebnis des FDP-Kandidaten von 2017. Aber die FDP erhielt knapp drei Prozent mehr als Grüner persönlich.

Für die Grünen bleibt der Wahlkreis schwierig

Annett Jagiela landete mit 4,1 Prozent abgeschlagen auf Rang vier. Das waren nur 0,8 Prozent mehr Erststimmen, als die Grünen vor vier Jahren erhielten. Angesichts des bundesweit besten Ergebnisses der Grünen bleibt der Landkreis Görlitz für die Partei ein sehr schwieriges Pflaster.

Überraschend stark schnitten die Direktkandidaten der Freien Wähler, Siegmund Hänchen, und der Partei "Die Basis", Stefan Heinke, ab. Sie erhielten 3,0 und 2,7 Prozent der Erststimmen.

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