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Bundestagwahl: SPD setzt auf Kamenzerin

Kathrin Michel ist die neue Vorsitzende des Kreisverbands Bautzen. Als Direktkandidatin zur Bundestagswahl sind ihr vor allem drei Dinge wichtig.

Kathrin Michel aus Kamenz ist die Direktkandidatin der SPD zur Bundestagswahl im Wahlkreis Bautzen 1.
Kathrin Michel aus Kamenz ist die Direktkandidatin der SPD zur Bundestagswahl im Wahlkreis Bautzen 1. © Uwe Schulz

Hoyerswerda. Mit der Kamenzerin Kathrin Michel geht die SPD im Wahlkreis 156 (Bautzen 1) in den Wahlkampf zur Bundestagswahl am 26. September. Die 57-Jährige ist zugleich die neue Vorsitzende des SPD-Kreisverbands Bautzen. Der hatte am Sonnabend in die Aula des Leon-Foucault-Gymnasiums zum Kreisparteitag geladen. 35 der 45 Delegierten waren erschienen.

Der bisherige Kreisvorsitzende Kevin Stanulla stellte sich nicht wieder zur Wahl, da sein berufsbegleitendes Studium ihn entsprechend fordert. Nun also leitet Kathrin Michel den Kreisverband. Für die Bundestagswahl war sie die einzige Nominierte und erhielt auch 100 Prozent der Delegiertenstimmen. Vor vier Jahren war Uta Strewe angetreten, die aber vor gut zwei Jahren nach Norddeutschland verzogen ist.

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Ziel: Rechte der Frauen stärken

Kathrin Michel stammt ursprünglich aus Forst, ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder. Sie ist voll berufstätig, arbeitet seit über 30 Jahren bei der BASF in Schwarzheide, mittlerweile als Führungskraft. Sie hat eine kaufmännische Ausbildung, zudem studierte sie Partizipation und Management. Die Kamenzerin hat lange Erfahrung in der Gewerkschaftsarbeit.

Ihren Wahlkampf will Kathrin Michel auf drei Säulen aufbauen. Zum einen geht es ihr um gute Arbeit, gute Arbeitsplätze und Teilhabe. Zweite Säule ist die Gleichstellung von Mann und Frau. Zaghafte Veränderungen in den Vorständen großer Unternehmen seien das eine, sagt sie. Doch nach wie vor gebe es signifikante Gehaltsunterschiede bei Männern und Frauen, die die gleiche Arbeit leisten. Auch der Deutsche Bundestag habe derzeit nur einen Frauenanteil von 30,7 Prozent. Das spiegele nicht die Zusammensetzung der Gesellschaft wieder.

Dritte Säule ihres Programms ist der Strukturwandel in der Lausitz: „Wir brauchen industrielle Arbeitsplätze“, so die Forderung der Kandidatin. Allerdings müssten diese zukunftsfähig sein, gerade auch, was den Klimawandel anbelangt.

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