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An Laschet lag viel, aber nicht alles

Karin Schlottmann kommentiert die Kritik der sächsischen CDU an ihrem gescheiterten Kanzlerkandidaten.

© dpa/SZ

Es war ein beinahe mitleiderregender Auftritt des CDU-Vorsitzenden. Statt eines klaren Eingeständnisses seiner Niederlage sprach Armin Laschet am Montag ausführlich über seine Bereitschaft zu einer Koalition mit FDP und Grünen, die immer noch möglich sei. Es scheint fast so, als habe er das Wahlergebnis noch gar nicht realisiert.

Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, dass die Koalitionsverhandlungen der SPD über ein Ampelbündnis scheitern. Aber die Bürger erwarten von einem CDU-Chef in der Stunde der Niederlage Bescheidenheit, aber kein Klammern an der Macht.

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In der CDU machen es sich viele nun leicht, in dem sie Laschet allein verantwortlich machen. Dabei ist die Partei insbesondere in Ostdeutschland schon lange keine Volkspartei mehr. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist auf zwei Koalitionspartner angewiesen, um regieren zu können.

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Kretschmer hat gute Gründe für seine Schuldzuweisungen Richtung Berlin. Laschet stellte für die konservativen Wähler in Ostdeutschland weder persönlich noch programmatisch ein überzeugendes Angebot dar. Aber die sächsische CDU will mit ihrer scharfen Kritik eben auch von eigenen Fehlern im Wahlkampf ablenken. Für Kretschmer böte eine SPD-geführte Bundesregierung vielleicht sogar eine Chance zur Abgrenzung und Profilierung. Ein Landtagswahlkampf gegen Rot-Grün-Gelb in Berlin könnte die eigenen Anhänger stärker mobilisieren als jede ausgedehnte Programmdebatte.

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