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Politik

SPD holt weiter auf - nur noch zwei Punkte hinter der Union

Die SPD zieht laut einer Umfrage jetzt sogar an den Grünen vorbei. Spitzenkandidat Olaf Scholz schneidet in der Kanzlerfrage am besten ab.

Wahlplakate von Olaf Scholz (SPD) stehen an einer Straße in München. Laut einer Umfrage würden sich 29 Prozent der Befragten den SPD-Politiker als Kanzler wünschen, 15 Prozent wären für Baerbock, 12 Prozent für Laschet.
Wahlplakate von Olaf Scholz (SPD) stehen an einer Straße in München. Laut einer Umfrage würden sich 29 Prozent der Befragten den SPD-Politiker als Kanzler wünschen, 15 Prozent wären für Baerbock, 12 Prozent für Laschet. © Sven Hoppe/dpa

Köln. Die SPD holt in der Gunst der Wähler weiter auf, zieht nun auch beim Meinungsforschungsinstitut Forsa an den Grünen vorbei und rückt dicht an die Union heran. Die Sozialdemokraten um Kanzlerkandidat Olaf Scholz gewinnen im RTL/ntv-Trendbarometer gegenüber der Vorwoche zwei Prozentpunkte hinzu und liegen mit 21 Prozent nur noch zwei Punkte hinter der Union, die bei 23 Prozent verharrt. So dicht hatten sie auf CDU und CSU zuletzt im März 2017 aufgeschlossen, als ihnen die Nominierung des letztlich gescheiterten Kanzlerkandidaten Martin Schulz vorübergehend Aufschwung verlieh. Die Grünen verlieren einen Punkt und rangieren nun bei 19 Prozent. Die SPD hatte bereits vor zwei Tagen in der Erhebung des Insa-Instituts die Grünen überholt, lag da aber noch deutlich hinter der Union.

Die Forsa-Werte der anderen Bundestagsparteien änderten sich nicht: FDP 12 Prozent, AfD 10 und Linke 6. Die sonstigen kleineren Parteien erreichen zusammen weiterhin 9 Prozent, aber keine von ihnen kommt in die Nähe der 3-Prozent-Marke. Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 26 Prozent und damit über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8).

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Mehrheit will Scholz als Kanzler

Rechnerisch könnten der Mitteilung zufolge CDU/CSU und SPD das Kanzleramt beanspruchen, nicht aber die Grünen. Die deutlichste Mehrheit hätte eine Koalition aus Union, SPD und FDP. Auch ein Bündnis von Union, Grünen und FDP oder von SPD, Grünen und FDP wäre möglich. Eine nur knappe Mehrheit hätte derzeit auch ein rot-rot-grünes Links-Bündnis.

In der Frage nach einer nur rein theoretischen Kanzler-Direktwahl kann SPD-Kandidat Scholz seinen Vorsprung ausbauen. Er gewinnt gegenüber der Vorwoche drei Prozentpunkte hinzu und liegt jetzt mit 29 Prozent weit vor Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (unverändert 12) und Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock (15; minus 1). Auch bei den früheren Unionswählern liegt Scholz (27) vor Laschet (24).

Ein Viertel der Wahlberechtigten, die derzeit eine andere Partei als die Union favorisieren, gaben an, bei einem Wechsel der Kanzlerkandidatur zu CSU-Chef Markus Söder doch lieber CDU oder CSU zu wählen. Wenn nur die Hälfte ihre Ankündigung wahr machen würde, käme die Union auf 33 Prozent, erklärte Forsa.

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