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Politik

DDR-Oppositionelle wird Opferbeauftragte

Die DDR-Oppositionelle Evelyn Zupke soll federführend die SED-Diktatur aufarbeiten. Der Bundestag wählte sie zur Opferbeauftragten.

Evelyn Zupke nimmt auf der Besuchertribüne an einer Sitzung des Bundestags teil.
Evelyn Zupke nimmt auf der Besuchertribüne an einer Sitzung des Bundestags teil. © dpa

Berlin. Die frühere DDR-Oppositionelle Evelyn Zupke ist zur Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur gewählt worden. Am Donnerstag erhielt die 59-Jährige im Bundestag die erforderliche Mehrheit. 516 Abgeordnete stimmten mit Ja, 81 Abgeordnete mit Nein. Am vergangenen Freitag hatten die Regierungsfraktionen von Union und SPD Zupke als Kandidatin bekannt gegeben. Die Verhandlungen zwischen den Fraktionen waren zuvor festgefahren gewesen.

Zupke arbeitet nach Angaben aus dem Lebenslauf als Sozialpädagogin für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Im Mai 1989 war die Ostdeutsche demnach maßgeblich an der Aufdeckung des Betrugs bei den DDR-Kommunalwahlen beteiligt. In Schulen und Bildungseinrichtungen tritt sie regelmäßig als Zeitzeugin auf.

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Zupke soll sich nach der Auflösung der Stasi-Unterlagen-Behörde um die Belange von Opfern kümmern. Der Bundestag hatte im November 2020 beschlossen, die Stelle nach der Auflösung der Stasi-Unterlagen-Behörde einzurichten. Behördenleiter Roland Jahn wird am 17. Juni verabschiedet. Die Papiere der DDR-Staatssicherheit werden künftig vom Bundesarchiv verwaltet. (dpa)

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