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Silvester: Bundesweit mehr als 280 Angriffe auf Einsatzkräfte

In vielen Bundesländern gab es zum Jahreswechsel Attacken auf Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst - die meisten jedoch in Berlin. Die Geschehnisse dort sind nun auch Thema im Bundestag.

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Polizeibeamte stehen in der Silvesternacht hinter explodierendem Feuerwerk. Nicht nur in der Hauptstadt kam es zu Attacken auf die Einsatzkräfte.
Polizeibeamte stehen in der Silvesternacht hinter explodierendem Feuerwerk. Nicht nur in der Hauptstadt kam es zu Attacken auf die Einsatzkräfte. © Julius-Christian Schreiner/tnn/dpa

Berlin. In der Silvesternacht hat es nach Recherchen des Berliner "Tagesspiegels" bundesweit mindestens 282 Angriffe auf Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr gegeben. Die höchste Zahl an Attacken gab es laut einer Umfrage der Zeitung bei allen 16 Innenministerien der Länder demnach in Berlin.

Dort habe die Polizei inzwischen 59 angezeigte Angriffe gegen Polizisten und 43 gegen Feuerwehr und Rettungsdienst bestätigt, schreibt der Tagesspiegel.

Für Niedersachsen habe das dortige Innenministerium dem Blatt 42 Angriffe auf Einsatzkräfte bestätigt. Ebenso viele verletzte Einsatzkräfte waren es demnach in Nordrhein-Westfalen. In Bayern kam es laut dem dortigen Innenministerium zu 34 Attacken auf Einsatzkräfte. Hamburg habe aus der Silvesternacht 19 Angriffe gemeldet.

Verletzte Polizisten auch in Sachsen

In den anderen Ländern habe es eine einstellige Zahl von Attacken gegeben. So wurden in Sachsen in der Silvesternacht neun Polizisten verletzt, die meisten laut Innenministerium ohne Fremdeinwirkung durch Böller.

In Schleswig-Holstein kam es nach den Recherchen der Zeitung zu acht Angriffen auf Polizisten, in Sachsen-Anhalt zu sechs, in Rheinland-Pfalz zu drei sowie in Thüringen, Brandenburg und Bremen zu je zwei. In Mecklenburg-Vorpommern sei eine Polizistin verletzt worden. Keine Attacke habe es im Saarland gegeben. Hessen und Baden-Württemberg hätten keine Zahlen melden wollen.

In der Silvesternacht war es in mehreren deutschen Städten zu schweren Ausschreitungen gekommen. Im Zuge der Debatte um angemessene Reaktionen des Staates wurden Forderungen nach mehr Sozialarbeit und schneller Bestrafung laut.

Die Vorfälle beschäftigen an diesem Mittwochnachmittag auch den Bundestag. Die CDU/CSU-Fraktion hatte die Aussprache beantragt. (dpa/epd)