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Kein Platz mehr in Stolpens Grundschule

Gute Nachrichten für die Stadt Stolpen: Der Freistaat gibt Zuschüsse für die Sanierung der Basaltus-Grundschule. Aber: Die reichen bei Weitem nicht.

Die Basaltus-Grundschule in Stolpen soll künftig immer zweizügig laufen. Dafür muss angebaut werden.
Die Basaltus-Grundschule in Stolpen soll künftig immer zweizügig laufen. Dafür muss angebaut werden. © Daniel Schäfer

Der Schulkomplex aus Grund- und Oberschule in Stolpen soll zukunftssicher umgebaut werden. Der Platz reicht nicht mehr, um alle Kinder, die es wollen, zu unterrichten. Denn nicht nur die Schüler der Burgstadt werden hier beschult, sondern auch Kinder und Jugendliche aus den umliegenden Orten. Und dazu kommt: Stolpen rechnet mit weiterem Einwohnerzuwachs, der dann auch mehr Kinder nach sich ziehen würde.

Seit dem Jahr 2003 wird an dem Komplex mit Grundschule und Oberschule gebaut. Eine großzügige Erweiterung ist an diesem Standort nicht mehr möglich. Deshalb wird ebenfalls seit Jahren an mehreren platzsparenden, aber effektiven Varianten gearbeitet. Im Sommer 2020 einigte sich der Stadtrat auf die inzwischen elfte Variante. Die besagt, dass der Anbau zweigeschossig werden soll, mit je 70 Quadratmetern pro Etage. Die Räume wurden noch einmal umsortiert, um möglichst viel Platz zu gewinnen.

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Notwendig ist das Ganze, weil die Grundschule künftig immer zweizügig betrieben werden soll. Und dazu kommt: Fast alle Grundschüler nutzen den Schulhort. Also braucht es auch dafür mehr Räume. Die Ausnahmegenehmigung war 2020 abgelaufen. Deshalb einigte man sich auf einen Kompromiss.

Mit dem Anbau wird jedoch die Außenfläche für die Schüler kleiner. Laut Richtlinie würde der dann verbleibende Platz pro Schüler zwar ausreichen. Die Stadt will dennoch mehr Fläche im Freien anbieten. Im oberen Bereich des Schulgeländes befindet sich eine Fläche von etwa 1.000 Quadratmetern in Privatbesitz. Die Stadt erwägt, das Land zu erwerben, um es auch als Schulhof zu nutzen.

Zuschüsse fehlen

Größtes Problem ist und bleibt jedoch die Finanzierung. Ein kompletter Neubau, der die Probleme lösen würde, musste bereits ad acta gelegt werden, da die Stadt dafür überhaupt keine Zuschüsse bekommen hätte, für einen Umbau und die Sanierung aber schon. Ein Fördermittelbescheid über 120.000 Euro ist vor wenigen Tagen vom Kultusministerium in der Stadt eingegangen. Das reicht allerdings bei Weitem noch nicht.

Insgesamt 1,2 Millionen Euro sind für die Sanierung eingeplant. Doch schon im Juli zeichnete sich ab, die Stadt Stolpen wird nicht im erhofften Maße von der vom Freistaat versprochenen großzügigen Unterstützung des ländlichen Raumes profitieren. Von den möglichen rund 731.000 Euro Fördermittel bewilligte das Kultusministerium gerade einmal reichlich 487.000 Euro. Zusätzlich bekommt die Stadt Stolpen für den Um- und Anbau des Schulkomplexes eine pauschale Förderung in Höhe von 263.000 Euro.

Damit bleibt die Stadt auf Eigenmitteln in Höhe von rund 479.000 Euro sitzen, das sind 244.000 Euro mehr als geplant. In der Begründung des Kultusministeriums heißt es, da die Stadt Zuschüsse aus zwei Förderprogrammen erhält, wurde eine Summe gekürzt. Per Bescheid sind 120.000 Euro nun erst einmal sicher. Der Rest wird noch erwartet.

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