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Startschuss für Schulumbau in Stolpen

An der Basaltus-Grundschule wird der Platz knapp. Um einen Anbau wurde lange gerungen.

Die Basaltus-Grundschule in Stolpen bekommt in der Mitte einen Anbau.
Die Basaltus-Grundschule in Stolpen bekommt in der Mitte einen Anbau. © Daniel Schäfer

Bei der Erweiterung der Basaltus-Grundschule in Stolpen läuft alles nach Plan. Im Juli letzten Jahres wurde mit einem Baubeginn im März geliebäugelt. Und das kann offenbar auch eingehalten werden. Vor wenigen Tagen wurden die ersten beiden Bauaufträge im Tiefbau zur Baufeldfreimachung und im Rohbau vergeben.

Letzteres wurde allerdings zur Zitterpartie. Denn die beiden erstplatzierten Firmen mit dem kostengünstigeren Angebot sind aus Kapazitätsgründen kurzfristig ausgestiegen. Damit wurde der Auftrag an die drittplatzierte Firma vergeben. Diese hat bereits mit dem Rohbau der Schulturnhalle Erfahrungen in Stolpen. In den nächsten Tagen ist Baustart. Die Zeit drängt, da im laufenden Schulbetrieb umgebaut und erweitert werden muss.

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Umbauten am Komplex mit Basaltus-Grundschule und Ludwig-Renn-Oberschule erfolgen seit 2003. Viel mehr geht auch bald nicht mehr, da schon fast alle Flächen ausgereizt sind. Aber die Schule braucht mehr Platz. Deshalb wird ebenfalls seit Jahren an mehreren platzsparenden, aber effektiven Varianten gearbeitet. Die inzwischen elfte Variante soll es nun sein, die umgesetzt wird.

Der Anbau soll zweigeschossig werden mit jeweils zwei Zimmern mit je 70 Quadratmetern pro Etage. Dazu kommen weitere Nebengelasse. Die Räume wurden noch einmal umsortiert, um möglichst viel Platz zu gewinnen. Notwendig ist das ganze, weil die Grundschule künftig immer zweizügig betrieben werden soll, weil in Stolpen und im Einzugsgebiet immer mehr Kinder geboren werden, die dann eben in die Grundschule an der Pirnaer Landstraße gehen. Fast alle nutzen den Schulhort. Also braucht es dort mehr Räume. Eine Ausnahmegenehmigung gab es nur bis Ende 2020. Damit hätte die Stadt in jedem Fall eine Entscheidung treffen müssen, wie es weitergehen soll. Ein kompletter Neubau, der die Probleme lösen würde, musste aber ad acta gelegt werden.

Harter Brocken für den Stolpener Stadthaushalt

Deshalb einigte man sich nun auf einen Kompromiss, wohl wissend, dass damit die Außenfläche für die Schüler kleiner wird. Die Stadt hat dafür aber schon über Alternativen nachgedacht. Laut Richtlinie würde der dann verbleibende Platz pro Schüler zwar ausreichen. Die Stadt will dennoch mehr Fläche anbieten. Im oberen Bereich des Schulgeländes befindet sich eine Fläche von etwa 1.000 Quadratmetern in Privatbesitz. Die Stadt erwägt, das Land mit dazu zu kaufen. Das könnte dann ebenfalls als Schulhof mit genutzt werden.

Insgesamt 1,2 Millionen Euro sind derzeit für die Erweiterung eingeplant. Für die Stadt ein harter finanzieller Brocken. Von den möglichen rund 731.000 Euro Fördermitteln bewilligte das Kultusministerium gerade einmal reichlich 487.000 Euro. Zusätzlich bekommt die Stadt Stolpen für den Um- und Anbau des Schulkomplexes eine pauschale Förderung in Höhe von 263.000 Euro. Damit bleibt die Stadt auf Eigenmitteln in Höhe von rund 450.000 Euro sitzen, das sind 244.000 Euro mehr als geplant.

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