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Politik

Altmaier: Energiewende hilft dem Osten

Der Bundeswirtschaftsminister sieht in der Energiewende Chancen für Ostdeutschland. Der Westen müsse aufpassen "nicht abgehängt zu werden".

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht die Energiewende als große Chance für Ostdeutschland.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht die Energiewende als große Chance für Ostdeutschland. © Archivbild/Bernd Thissen/dpa

Bad Saarow. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat den ostdeutschen Bundesländern einen Aufschwung durch die Energiewende prognostiziert. Die Länder seien im Vorteil, weil dort viele dynamische und zukunftsgerichtete Unternehmen ansässig seien, sagte Altmaier am Dienstag beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum im brandenburgischen Bad Saarow.

Er sei davon überzeugt, dass in drei oder vier Jahren nicht mehr die Rede von einer Aufholjagd des Ostens sei, sagte Altmaier. "Sondern die Stimmung wird dann sei: 'Die westlichen Bundesländer müssen sich mal auf den Hosenboden setzen und sich stärker anstrengen, um nicht völlig abgehängt zu werden'", sagte Altmaier.

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Kohlekompromiss als Chance

Als Beispiel nannte er die Autoindustrie, die ursprünglich typisch westdeutsch gewesen sei und sich jetzt schnell verändere. "Schon jetzt kommt jedes siebte in Deutschland produzierte Auto aus einer ostdeutschen Fabrik", sagte der CDU-Politiker.

Der Anteil werde wegen der E-Fahrzeuge weiter zunehmen - VW produziere Autos mit Elektroantrieb in Zwickau, BMW in Leipzig und in Brandenburg komme das neue Tesla-Werk hinzu. Dass sich das Unternehmen von Elon Musk in dem ostdeutschen Bundesland ansiedele, liege auch an der brandenburgischen Bereitschaft zum Service und zu unbürokratischen Lösungen, lobte Altmaier.

Er betonte, dass Ostdeutschland maßgeblich vom Kohlekompromiss profitieren werde. 40 Milliarden Euro würden in den kommenden Jahren fließen und verschiedene Industriezweige ankurbeln, so der Minister.

Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum gibt es seit 2016. Es steht in diesem Jahr unter dem Titel "Mut zum Vorsprung", den die Veranstalter nach eigenen Angaben als Weckruf verstanden wissen wollen. Auf dem Programm standen am Montag und Dienstag mehr als 50 Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. (dpa)

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