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Photovoltaik-Spezialist Meyer Burger plant kräftige Kapitalerhöhung

Mit dem neuen Geld soll die Produktionskapazität für Solarzellen und -module in Thalheim und in den USA ausgebaut werden.

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Gunter Erfurt, Vorstandschef des Solarspezialisten Meyer Burger, will die Produktionskapazität in Thalheim ausbauen.
Gunter Erfurt, Vorstandschef des Solarspezialisten Meyer Burger, will die Produktionskapazität in Thalheim ausbauen. © Arvid Müller

Der Photovoltaik-Spezialist Meyer Burger, der in Freiberg produziert, will sich zusätzliche finanzielle Mittel beschaffen. Der Verwaltungsrat des Schweizer Technologieunternehmens plant eine ordentliche Kapitalerhöhung, die einen Bruttoerlös von bis zu 250 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet rund 256 Millionen Euro) erbringen soll. Mit den Mitteln soll die Produktionskapazität für Solarzellen und Solarmodule auf rund 3 Gigawatt pro Jahr ausgebaut werden. Meyer Berger fertigt in Freiberg auf dem früheren Solarworld-Fabrikgelände. Ein weiterer Produktionsstandort ist Thalheim in Sachsen-Anhalt.

Die Kapitalerhöhung soll von den Aktionären anlässlich einer außerordentlichen Generalversammlung vom 28. Oktober abgesegnet werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. "Voraussichtlich" werde das Angebot Bezugsrechte für die bestehenden Aktionäre enthalten. Der größte Aktionär Sentis Capital, der gut zehn Prozent der Stimmrechte hält, unterstütze das Vorgehen und werde vorbehaltlich der Bedingungen seine Bezugsrechte ausüben, heißt es.

Märkte für Solarmodule wachsen stark

Die Märkte für Solarmodule weltweit und insbesondere in Europa und den USA wiesen ein anhaltend starkes Wachstum auf, schreibt das Unternehmen. Dieses werde zusätzlich durch die jüngste Energiekrise begünstigt. Vor diesem Hintergrund soll die Chance auf ein beschleunigtes Wachstum genutzt werden. Der Ausbau der Produktion soll an den am deutschen Standort Thalheim und im US-amerikanische Goodyear in Arizona erfolgen.

Für die benötigten neuen Zellproduktionskapazitäten hat Meyer Burger nach eigenen Angaben schon einen langfristigen Mietvertrag für ein Gebäude mit mehr als 40.000 Quadratmetern Fläche abgeschlossen, das an die bestehende Zellfabrik in Thalheim angrenzt. Meyer Burger geht davon aus, dass die Produktionskapazität von 3 Gigawatt bis Ende 2024 erreicht sein wird. (SZ/nm)