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Sachsens Familien wissen, was sie wollen

Der Familienkompass zeigt: Sorgen gibt es in den Städten wie auf dem Land. Eltern eint der Wunsch nach einem Miteinander. Ein Kommentar.

Christian Eißner kommentiert die Ergebnisse des SZ-Familienkompasses.
Christian Eißner kommentiert die Ergebnisse des SZ-Familienkompasses. © dpa/Andrea Warnecke (Symbolfoto)

In Dresden und Leipzig und deren Speckgürteln leben Familien sorgenfrei, während sich die Menschen in Sachsens ländlichen Regionen verloren und vergessen fühlen? Das wäre ein falscher Schluss aus der großen sächsischen Familienstudie, deren Ergebnisse wir ab heute veröffentlichen.

Ja, es gibt ein paar Unterschiede. Vor allem Befragte in kleineren Städten erleben Bedeutungsverlust und Überalterung ihrer Heimat, sie haben oft weite Wege zur Arbeit und zu Fachärzten. Entsprechend groß ist ihre Skepsis, ob die eigenen Kinder später in der Region bleiben werden. Die Großstädter wiederum erleben eine rasche Verdichtung ihres Lebensumfeldes. Auch das macht Sorgen. 

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Die Arbeit ist zwar nah, aber familiengerechter Wohnraum knapp und teuer. Das Nahverkehrsangebot wird als sehr gut eingeschätzt, das Nutzen von Bus und Straßenbahn ist für viele Familien aber zur Preisfrage geworden. Die Straßen sind voll, sodass Eltern ihre Kinder gar nicht oder nur mit Angst per Fahrrad zur Schule schicken.

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Unabhängig vom Wohnort ist der Wunsch, das menschliche Miteinander nicht zu vergessen. Familien formulieren einen klaren Auftrag an die Kommunal- und Landespolitiker: Nehmt unsere Sorgen ernst, entscheidet kinderfreundlich und zukunftsorientiert, spielt Stadt und Land nicht gegeneinander aus, und messt alle anderen Interessen daran, ob sie Familien und Kindern nützen, bevor ihr Entscheidungen trefft.

Mail an Christian Eißner

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