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Sebnitz: Chirurgie erweitert Angebot

Das Chirurgische Zentrum erhält personellen Zuwachs. Damit sind weitere Operationen im Bereich der Bauchchirurgie möglich - auch für Kinder ab 12 Jahren.

Rita Wächtershäuser (re.) verstärkt das Team im Chirurgischen Zentrum in Sebnitz, hier mit den beiden Leitern, Dr. med. Mario Leimert (Mitte) und Dr. med. Christian Schmidt.
Rita Wächtershäuser (re.) verstärkt das Team im Chirurgischen Zentrum in Sebnitz, hier mit den beiden Leitern, Dr. med. Mario Leimert (Mitte) und Dr. med. Christian Schmidt. © Daniel Schäfer

Das neue Chirurgische Zentrum in der Asklepios Sächsische Schweiz Klinik ist jetzt komplett. Mit Rita Wächtershäuser hat eine erfahrene Ärztin die Leitung der Sebnitzer Allgemein- und Viszeral(Bauch)-chirurgie unter dem Dach des Zentrums übernommen. Gemeinsam mit Dr. Mike Schmidt wird sie sich künftig um die Patienten in diesem Fachbereich kümmern.

Das Chirurgische Zentrum selbst bündelt Leistungen und Angebote in den beiden Asklepios-Kliniken Sebnitz und Hohwald. Die Patienten in der Sebnitzer Klinik werden mit modernsten Verfahren und Therapien in der Allgemein- und Viszeralchirurgie, der endokrinen Chirurgie (zum Beispiel Schilddrüse), der Unfallchirurgie, der Orthopädie und der Wirbelsäulenchirurgie betreut.

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Chirurgie rund um die Uhr besetzt

Rita Wächtershäuser war bislang stellvertretende Chefärztin in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Helios Klinikum in Pirna. Ihr Wechsel zu Asklepios ist für sie und ihren neuen Arbeitgeber ein Gewinn. Zum einen kann sie hier in der Region bleiben, zum anderen kann das Chirurgische Zentrum das Leistungsspektrum erweitern. Zudem werden die Aufgaben auf mehr Schultern verteilt, was letztlich auch heißt, dass mehr Patienten behandelt werden können. Außerdem wird zum Beispiel wieder eine Schilddrüsensprechstunde angeboten. Größere Bauch- oder Darmoperationen sind ebenfalls möglich, wie auch die Notfallversorgung bei Bauchbeschwerden. In dem Zentrum können zudem Kinder ab 12 Jahren mit Nabel- oder Leistenbrüchen und Blinddarmentzündungen operiert werden. Rita Wächtershäuser setzt bei einem Großteil der Operationen auf die Schlüssellochtechnik, worauf sie spezialisiert ist.

Mit dem personellen Zuwachs sind künftig zwei bis drei Chirurgen in der Klinik im Einsatz. Damit kann das Leistungsangebot rund um die Uhr abgedeckt werden, informiert die Klinikleitung. Gleichzeitig sei man an dieser Stelle beim personellen Ausbau am Ziel angelangt.

Onkologische Behandlung jetzt in der Heimat

Die Bauchchirurgie umfasst die operative Behandlung der Bauch-Organe, das heißt des gesamten Verdauungstraktes einschließlich der Speiseröhre, des Magens, des Dünn- und Dickdarmes, des Enddarmes, der Leber, der Gallenblase, der Bauchspeicheldrüse und der Milz. Mit dem personellen Ausbau des Chirurgischen Zentrums sind in der Sebnitzer Klinik jetzt auch onkologische Behandlungen auf diesen Gebieten möglich. "Für die Patienten heißt das, sie müssen nicht mehr nach Dresden fahren, sondern können in Heimatnähe operiert werden", sagt Rita Wächtershäuser.

Klinik auf Schwerstverletzte spezialisiert

Unter dem Dach des Chirurgischen Zentrums Sebnitz befinden sich neben der Allgemein- und Bauchchirurgie noch das Department Unfallchirurgie und Orthopädie, geleitet von Dr. med. Christian Schmidt. Neben der Behandlung von Unfallopfern liegt hier der Schwerpunkt auf der Versorgung von Schwerstverletzten. Das ist neu. Christian Schmidt besitzt die Zusatzexpertise für die Versorgung von Schwerstverletzten in Kooperation mit dem Trauma-Netzwerk Ostsachsen. Damit konnte das Angebot erweitert werden. Gerade in der Sächsischen Schweiz mit verunfallten Wanderern oder Kletterern ein Vorteil. Die Verunfallten können in der Sebnitzer Klinik behandelt werden. Das gleiche gilt auch für ältere Unfallpatienten. Diese können ebenfalls vor Ort versorgt werden, da die Klinik auch darauf spezialisiert ist. Das Gleiche gilt für verunfallte Kinder ab 12 Jahren.

Dringender Appell an Patienten

Rita Wächtershäuser richtet einen dringenden Appell an alle Patienten, die derzeit wegen Corona zaudern, sich in Behandlung zu begeben oder eine Operation vornehmen zu lassen. "Der Virus wird uns auch weiter begleiten. Doch wir haben mittlerweile einiges entgegenzusetzen", sagt sie. Dazu gehören ausgeklügelte Hygienekonzepte und regelmäßige Testungen beim Personal und bei Patienten.

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