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Pirna

Pirna: Schüler streiken erstmals fürs Klima

Vor der Bundestagswahl wollen die Demonstranten die Politik aufrütteln, angesichts des Klimawandels endlich zu handeln.

Demo von Fridays for Future, hier 2019 in Sebnitz: Wir müssen jetzt handeln, um die schlimmsten Folgen zu verhindern.
Demo von Fridays for Future, hier 2019 in Sebnitz: Wir müssen jetzt handeln, um die schlimmsten Folgen zu verhindern. © Daniel Schäfer

In Pirna wollen am 24. September erstmals Schüler und junge Menschen unter dem Motto "#AlleFürsKlima" für mehr Klimagerechtigkeit und eine konsequente Klimapolitik demonstrieren. "Wir wollen damit zeigen, dass es Fridays for Future nicht nur in den großen Städten gibt, denn der Klimawandel betrifft alle", sagt Organisator Elias Bistry von der Bewegung "Fridays for Future".

Raus aus der Kohle

Nach seiner Aussage gingen wieder unzählige, vor allem junge Menschen auf die Straße, um gegen die weiterhin fehlende Handlungsbereitschaft der Politik im Bereich der Umwelt- und Klimapolitik zu demonstrieren.

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Die Demonstranten fordern, dass das Ziel eingehalten wird, dass sich die Erdtemperatur nicht mehr 1,5 Grad erwärmt. Speziell für Deutschland fordern sie den Kohleausstieg bis 2030, dass das Land spätestens ab 2035 zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien mit Strom versorgt wird sowie die Einführung einer Kohlendioxid-Steuer.

Inspiriert von der 18-jährigen Schwedin Greta Thunberg, die seit mehr als drei Jahren jeden Freitag vor dem schwedischen Parlament streikt, gehen junge Menschen in ganz Deutschland und weltweit auf die Straße. In einigen Städten überstieg die Teilnehmerzahl der Fridays-for-Future-Demonstrationen sogar alle Zahlen anderer Demonstrationen.

Ein Kontrollverlust droht

Laut Bistry sei der Protest auch dringend nötig. Schon jetzt sei ein Punkt erreicht, an dem man einige Folgen des Klimawandels nicht mehr umkehren könne. Allerdings bestehe aus seiner Sicht doch noch die Möglichkeit, die schlimmsten Folgen zu verhindern. "Doch das muss jetzt geschehen", sagt er.

Die nächste Wahlperiode, die mit der Bundestagswahl am 26. September beginnt, sei dafür ausschlaggebend. Die Politik dürfe Maßnahmen gegen den Klimawandel nicht weiter aufschieben. Wenn man jetzt nichts erreiche, so Bistry, erreiche man mit hoher Wahrscheinlichkeit Kipppunkte, welche den Klimawandel komplett der Kontrolle der Menschen entziehen würde.

Deswegen fordern Schüler, aber auch Menschen aus allen anderen Bevölkerungsschichten unter dem Motto "Fridays for Future" eine Klimapolitik, mit der die größte Krise dieser Zeit zu bewältigen ist. Die Pirnaer Demonstranten treffen sich am 24. September, 13 Uhr, am Wasserfontänenfeld am Eingang zum Friedenspark.

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