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Wirtschaft

Schulze fordert Energie-Ausbau

Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) findet, dass Deutschland sich beim Ausbau erneuerbarer Energien mehr anstrengen sollte. Grund sind die neuen Klimaziele.

Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, fordert den Ausbau von erneuerbaren Energien.
Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, fordert den Ausbau von erneuerbaren Energien. © Michael Kappeler/dpa

Berlin. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) fordert angesichts der neuen EU-Klimaziele größere Anstrengungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland. Deutschland müsse bis 2030 eine zusätzliche Leistung von 100 Terrawattstunden aus erneuerbarem Strom beziehen, sagte Schulze am Mittwoch auf dem digitalen „Handelsblatt“-Energiegipfel.

Um diese Marke zu erreichen, sei es notwendig, den Ausbau von Wind- und Sonnenenergie voranzutreiben. Deutschland müsse im Jahr 2030 den Photovoltaikanteil auf 150 Gigawatt anstelle der derzeit angestrebten 100 Gigawatt erhöhen. Bei der Windkraft an Land müsse bis 2030 eine Leistung von 95 statt 71 Gigawatt installiert sein. „Ich gehe davon aus, dass wir dies in diesem Frühjahr mit einer weiteren EEG-Novelle beschließen werden“, kündigte Schulze an.

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SPD dringt in der Koalition darauf, die Ziele anzupassen

Angesichts des Ziels, bis 2050 klimaneutral zu sein, und auch mit Blick auf den Kohleausstieg brauche die Energiewirtschaft „einen neuen Orientierungsrahmen“, sagte Schulze.

Deutschland und Europa haben sich bis 2050 zum Ziel gesetzt, die Energieversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Dazu trat am 1. Januar in Deutschland auch das reformierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft. Die Gesetzesnovelle orientiert sich am Ziel, den Ökostrom-Anteil bis 2030 auf 65 Prozent zu steigern. In vergangenen Jahr lieferten erneuerbare Energien fast die Hälfte des Stroms.

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Die EU verpflichtete sich Ende des Jahres, den EU-Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um mindestens 55 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Das vorherige Ziel lag bei 40 Prozent. Daher bestehen nun Zweifel daran, ob ein Ökostrom-Anteil von 65 Prozent bis 2030 noch ausreichend ist. Vor allem die SPD dringt in der Koalition darauf, die Ziele anzupassen. (dpa)

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