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Sachsen

Arbeitslose in Sachsen stecken lange in Hartz IV fest

Bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen gibt es erhebliche Unterschiede in Sachsen. In einer Region ist die Quote besonders hoch.

Im Kreis Görlitz ist die Quote der Langzeitarbeitslosen mit 67 Prozent am höchsten, am niedrigsten ist sie in Leipzig.
Im Kreis Görlitz ist die Quote der Langzeitarbeitslosen mit 67 Prozent am höchsten, am niedrigsten ist sie in Leipzig. © Oliver Berg/dpa

In Sachsen stecken Arbeitslose oft jahrelang in Hartz IV fest. Ende 2020 bezogen im Freistaat mehr als 44.000 Arbeitslose seit vier Jahren und länger Hartz IV - knapp 55 Prozent der arbeitslosen Grundsicherungsbezieher. Nach wie vor ist die Quote in Ostdeutschland mit 54,3 Prozent deutlich höher als im Westen. Dort waren es nur 46,8 Prozent, die über mehrere Jahre hinweg Hartz IV bezogen. Das zeigt eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit, die die Linke-Politikerin Sabine Zimmermann auswertete.

"Viel zu viele Menschen sind seit Jahren abgehängt und gefangen im Hartz-IV-System", so die Bundestagsabgeordnete. "In Sachsen haben wir es oft mit verhärteter Langzeitarbeitslosigkeit und abgehängten Regionen zu tun, in denen sich am Arbeitsmarkt nur wenig bewegt." Die Corona-Pandemie habe die Lage weiter verschlechtert.

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Dabei gibt es Unterschiede von Region zu Region: Im Kreis Görlitz etwa ist die Quote der Langzeitarbeitslosen mit 67 Prozent am höchsten, am niedrigsten ist sie in Leipzig (48,5 Prozent).

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Bundesweit betrachtet ist der Anteil derjenigen Arbeitslosen, die vier Jahre und länger Hartz-IV beziehen, in Brandenburg am höchsten (57,4 Prozent), in Bayern hingegen am niedrigsten (36,9 Prozent). Zimmermann sprach sich für einen höheren Mindestlohn, mehr Tarifbindung sowie einen "starken öffentlich geförderten Beschäftigungssektor" aus. (dpa)

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