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Klare Mehrheit für günstige Nachfolge des 9-Euro-Tickets

Ende August läuft das 9-Euro-Ticket aus. Die Mehrheit der Bürger wünscht sich einen günstigen Nachfolger. Finanzminister Linder ist weiterhin dagegen.

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Die im Juni gestarteten 9-Euro-Tickets gelten noch im Juli und August und ermöglichen bundesweit jeweils für einen Monat Fahrten in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs.
Die im Juni gestarteten 9-Euro-Tickets gelten noch im Juli und August und ermöglichen bundesweit jeweils für einen Monat Fahrten in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs. © Angelika Warmuth/dpa

Eine klare Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich auch nach dem Auslaufen des 9-Euro-Tickets ein günstiges Angebot im Nah- und Regionalverkehr.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag des Nachrichtenmagazins "Focus" befürworten 79 Prozent der Befragten ein ähnliches Ticket, das finanziell vom Staat unterstützt wird. 16 Prozent sind dagegen. 5 Prozent sind unschlüssig oder machten keine Angabe. Am größten ist die Zustimmung mit 90 Prozent bei den unter 30-Jährigen.

Die im Juni gestarteten 9-Euro-Tickets gelten noch im Juli und August und ermöglichen bundesweit jeweils für einen Monat Fahrten in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs. Die Debatte über eine Nachfolgeregelung ist bereits in vollem Gange.

Linder bekräftigte sein Nein zu einer Nachfolgeregelung

Bundesfinanzminister Christian Linder bekräftigte allerdings sein Nein zu einer Fortführung des 9-Euro-Tickets oder einer Nachfolgeregelung. "Das 9-Euro-Ticket ist eine befristete Maßnahme, genau wie der Tankrabatt. Deshalb sind im Bundeshaushalt weder eine Fortsetzung des Tankrabatts noch Mittel für eine Anschlussregelung für das 9-Euro-Ticket vorgesehen", sagte der FDP-Chef den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

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Christian Lindner möchte nicht, dass das 9-Euro-Ticket langfristig angeboten wird.
Christian Lindner möchte nicht, dass das 9-Euro-Ticket langfristig angeboten wird. © Uli Deck/dpa/Archiv

Bei dem Ticket finanzierten die Steuerzahler ein nicht kostendeckendes Angebot. Es zahlten auch jene, die es wie im ländlichen Raum gar nicht nutzen können.

Auch Unionsfraktionsgeschäftsführer Thorsten Frei hielte eine Fortsetzung des 9-Euro-Tickets "nicht für eine gute Idee". Es gebe nicht das Problem, dass man die Menschen im Nahverkehrsbereich wegen zu hoher Kosten entlasten müsse, sagte der CDU-Politiker im Video-Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

"Sehr viel klüger" sei es, in den Ausbau der Nahverkehrsinfrastruktur zu investieren, sagte Frei. (dpa)