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Sachsen

Zentrum zur Einheit soll nach Leipzig

Das von der Einheitskommission empfohlene Zentrum soll nach dem Willen der Landesregierung nach Sachsen. Die Entscheidung des Bundes steht noch aus.

Mehr als 100.000 Menschen versammelten sich Mitte Oktober 1989 zu einer Montagsdemonstration im Leipziger Zentrum. Foto: dpa (ADN)
Mehr als 100.000 Menschen versammelten sich Mitte Oktober 1989 zu einer Montagsdemonstration im Leipziger Zentrum. Foto: dpa (ADN) © dpa-Zentralbild (ADN)/dpa

Dresden. Der Freistaat soll Standort für das Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit werden. Die Einrichtung, die die Umbruchserfahrungen der Menschen aus den ostdeutschen Bundesländern zeigen soll, wird nach Einschätzung von Staatskanzleichef Oliver Schenk (CDU) ein wichtiger Ort der Forschung, des Dialogs und der Kultur. „Wir wollen, dass das Zentrum im Land der friedlichen Revolution seine Heimat findet“, sagte der Minister am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Dresden.

Die Entscheidung trifft der Bund. Das Bundeskabinett befasst sich Schenk zufolge voraussichtlich am Mittwoch mit dem Thema. Geplant ist ein Wettbewerb. Sachsens Regierung unterstützt Städte im Freistaat finanziell bei der Bewerbung. Schenk sagte, das Land stelle 150.000 Euro bereit. Bewerbungen angekündigt haben bereits Leipzig und Plauen. In anderen Städten wie Dresden und Chemnitz gebe es Überlegungen dazu, ergänzte Schenk.

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Die Standortentscheidung soll in der ersten Hälfte des kommenden Jahres fallen. Schenk rechnet damit, dass bis zu 220 Millionen Euro in den Bau investiert werden können. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant.

Das Zentrum ist eine Empfehlung aus dem Abschlussbericht der überparteilichen Kommission zu 30 Jahren friedlicher Revolution und Deutscher Einheit. Es soll in Ostdeutschland entstehen. Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission umfasst 22 Mitglieder, darunter der Ostbeauftragte Marco Wanderwitz, Ex-Minister Thomas de Maizière (beide CDU) sowie Schauspieler Jan Josef Liefers.

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