merken
Politik

Feuer im Flüchtlingslager auf Samos

Im Flüchtlingslager Vathy hat es im Bereich für unbegleitete Jugendliche gebrannt. Die Ursache ist noch unklar. Aber die Flammen konnten schnell gelöscht werden.

Im Gegensatz zum Brand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos konnte der im Lager Vathy auf Samos schnell gelöscht werden.
Im Gegensatz zum Brand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos konnte der im Lager Vathy auf Samos schnell gelöscht werden. © Socrates Baltagiannis/dpa (Symbolfoto)

Samos. Im Flüchtlingslager Vathy auf der griechischen Insel Samos ist am Sonntagabend aus bisher unbekannten Gründen ein Feuer ausgebrochen. Wie das Insel-Onlineportal "Samos24" berichtete, wurde der Brand von der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht. Demnach soll es in einem Bereich des Lagers gebrannt haben, in dem unbegleitete Minderjährige wohnen. Ein Bewohner wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, hieß es. Rund 60 unbegleiteten Minderjährigen seien zudem in ein Hotel gebracht worden, wo sie die nächsten Tage bleiben sollen. 

Der griechische Ableger der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen twitterte, die Ärzte behandelten Menschen, die Rauch eingeatmet hätten. Es seien drei Container niedergebrannt, teilte der Bürgermeister von Ost-Samos, Giorgos Stantzos, am Abend mit.

Anzeige
Studentenwerk - Service für Studenten
Studentenwerk - Service für Studenten

Das Studentenwerk Dresden unterstützt mehr als 40.000 Studenten in Dresden, Tharandt, Zittau, Görlitz, Bautzen und Rothenburg in ihrem Hochschul-Alltag.

In der Nähe des Lagers hatte es bereits am vergangenen Dienstag gebrannt, Mehrere Männer waren danach wegen des Verdachts der Brandstiftung in Gewahrsam genommen worden. Seit dem Großbrand im Flüchtlingslagers Moria auf Lesbos vor eineinhalb Wochen ist die Lage auch auf Samos angespannt. Es wird befürchtet, dass Migranten auch dort Feuer legen könnten, wie sie es mutmaßlich in Moria gemacht haben, um das Lager verlassen zu können.

Das Lager auf Samos nahe der Ortschaft Vathy ist mit rund 4.500 Bewohnern fast siebenfach überbelegt. Zuletzt wurden 21 Corona-Fälle verzeichnet. (dpa)

Mehr zum Thema Politik