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Politik

Gerichtshof lehnt Hannigs Beschwerde ab

Im Mordfall Lübcke hatte sich der Angeklagte von seinem Dresdner Anwalt getrennt. Der scheiterte nun mit seiner Beschwerde.

Frank Hannig wurde vom Lübcke-Prozess abberufen.
Frank Hannig wurde vom Lübcke-Prozess abberufen. © Archivbild: xcitepress

Frankfurt/Karlsruhe. Der frühere Pflichtverteidiger des Hauptverdächtigen im Mordfall Lübcke hat sich vergeblich gegen seine Abberufung aus dem Prozess gewehrt. Der Anwalt sei nicht in eigenen Rechten betroffen und somit nicht beschwerdebefugt, teilte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Donnerstag mit. Der Senat habe die Beschwerde des Anwalts verworfen. 

Seit Juni stehen zwei Männer wegen des gewaltsamen Todes des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke vor dem Oberlandesgericht Frankfurt. In dem Prozess hatte sich der Angeklagte Stephan Ernst von seinem Anwalt Frank Hannig aus Dresden getrennt. Ernst hatte den Schritt damit begründet, dass das Vertrauensverhältnis zu Hannig zerstört sei. Anlass waren mehrere nicht abgesprochene Beweisanträge, die Hannig eingebracht hatte. Das Oberlandesgericht Frankfurt entschied, dass die Argumente von Ernst nachvollziehbar seien. 

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Hannig hatte nach der Entscheidung das Oberlandesgericht kritisiert. Um einen einmal bestellten Pflichtverteidiger loszuwerden, müssten besonders schwere Umstände vorgetragen werden. Das sei aber nicht passiert. Trotzdem habe das Gericht ihn abberufen. Ernst wird inzwischen wieder von zwei Pflichtverteidigern vertreten, den Kölner Anwälten Mustafa Kaplan und Jörg Hardies. (dpa)

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