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Wahl-Patt: Bürgermeister wird ausgelost

In Hessen haben zwei Bürgermeister-Kandidaten exakt die gleiche Anzahl Stimmen erzielt. Jetzt soll der Zufall entscheiden. Ist das rechtens?

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Im hessischen Ahnatal sorgt Stimmgleichheit für ein extrem selten angewendetes Verfahren.
Im hessischen Ahnatal sorgt Stimmgleichheit für ein extrem selten angewendetes Verfahren. © Michael Kappeler/dpa (Symbolbild)

Ahnatal. Nach einem Patt bei einer Stichwahl wird im nordhessischen Ahnatal voraussichtlich das Los über den neuen Bürgermeister entscheiden. In der Gemeinde mit 8.100 Einwohnern hatten am Sonntag sowohl Amtsinhaber Michael Aufenanger (CDU) als auch Herausforderer Stephan Hänes (SPD) mit jeweils 2106 exakt die Hälfte der Stimmen bekommen.

Wenn der Wahlausschuss das Ergebnis am Dienstag bestätige, werde in derselben Sitzung ein Los gezogen, sagte Wahlleiter Dieter Semdner am Montag. Zuvor hatten verschiedene Medien über das Thema berichtet.

Genaues Prozedere unklar

Wie genau die Auslosung ablaufen wird, sei noch unklar. "Ich bin dabei, das zu prüfen", erklärte Semdner. Der Losentscheid wird von der Hessischen Gemeindeordnung vorgegeben. Dort heißt es: "Bei der Ermittlung der Bewerber für die Stichwahl und bei der Stichwahl entscheidet bei gleicher Zahl an gültigen Stimmen das vom Wahlleiter in der Sitzung des Wahlausschusses zu ziehende Los." Angaben zum genauen Prozedere finden sich dort nicht.

Bereits im ersten Wahlgang Anfang November war das Ergebnis knapp gewesen. Aufenanger hatte 46,68 Prozent der Stimmen erhalten, Hänes 45,10. Ein Kandidat der Grünen war weit abgeschlagen. Weil keiner der Kontrahenten über 50 Prozent kam, gab es eine Stichwahl. (dpa)