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„Ich habe Angst um meine Schwestern“

Mohammad war Dolmetscher für die Bundeswehr, bis er 2016 vor den Taliban floh. Nun bangt er um den Rest seiner Familie in Afghanistan.

Von Franziska Klemenz
 10 Min.
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„Ich bin Deutschland dankbar.“ Mohammad in seiner Wohnung in Sachsen.
„Ich bin Deutschland dankbar.“ Mohammad in seiner Wohnung in Sachsen. © Franziska Klemenz

Wenn Mohammad* nach draußen blickt, liegt fast nur Grün vor seinen Augen. Blätter umhüllen das Geäst der Büsche und Bäume. Wiesen schmiegen sich dahinter. Ein Wohngebiet am Rande einer großen Stadt in Sachsen. Friedlich wirkt die Szenerie, fast wie Idylle. In Mohammads Kopf sieht es ganz anders aus.

„Manchmal sage ich meinen Kindern: Ihr seid glücklich, wirklich. Ihr habt eine gute Zukunft, Frieden, alles.“ Mohammads Augen wandern auf sein Handy, sein Laptop steht aufgeklappt auf einem Schrank. Jederzeit könnten neue Meldungen aus Afghanistan eingehen. Dort bangt der andere Teil seiner Familie um ihr Leben, seit die Taliban die Macht errungen haben. „Wir sprechen immer darüber, wie meine Familie in Sicherheit kommt“, sagt der 32-Jährige und lässt sich auf ein graues Sofa sinken.

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