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Deutschland & Welt

Brexit: Keine Schinkenbrote mehr

Tierische Lebensmittel dürfen seit dem Brexit nicht mehr nach Großbritannien eingeführt werden. Selbst, wenn es sich dabei nur um ein Pausenbrot handelt.

In Zukunft müssen die Lkw-Fahrer wohl auf vegane Stullen umstellen.
In Zukunft müssen die Lkw-Fahrer wohl auf vegane Stullen umstellen. ©  Pixabay (Symbolfoto)

Hoek van Holland. Bittere Erfahrung für britische Lkw-Fahrer an der Fähre in Holland: Von den neuen Brexit-Handelsregeln sind auch ihre Schinkenbrote betroffen. Die BBC zeigte am Dienstag niederländische TV-Aufnahmen, bei denen der Zoll auch den Proviant der Fahrer kontrolliert.

Die Zollbeamten in Hoek van Holland erklären in der Reportage des Senders NPO1 den Fahrern, dass sie tierische Lebensmittel nicht mehr nach Großbritannien ausführen dürfen.

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Als die Zollbeamten den Proviant eines Fahrers sehen, fragen sie: „Ist da überall Aufschnitt drauf?“ Der nickt, und alle in Alufolie eingepackten Brote werden kassiert. „Kann ich den Schinken nicht herunter nehmen und wenigstens das Brot behalten?“, versucht der Fahrer noch zu verhandeln.

„Willkommen beim Brexit, tut mir leid.“

Ohne Erfolg. „Nein, alles wird beschlagnahmt“, sagt der Beamte im Hafen von Hoek van Holland bei Rotterdam. „Willkommen beim Brexit, tut mir leid.“ Der Fahrer nahm es mit Humor.

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Schon im Dezember hatten die britischen Behörden genau vor diesen Aussichten gewarnt. „Gott helfe dem armen Zollbeamten, der die Lebensmittelbox eines Fahrers wegwirft. Es würde mich nicht wundern, wenn es Faustschläge gibt, wenn sie es versuchen“, hatte Spediteur Simon Wilkinson der Zeitung „The Guardian“ gesagt. „Wenn Fahrer nach Europa fahren, nehmen sie Sachen für Tage und Wochen mit.“ (dpa)

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