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Wirtschaft

Schottland: Unabhängigkeit wäre teuer

Eine Unabhängigkeit von Großbritannien wäre für die schottische Wirtschaft teurer als der Brexit. Das fanden Wissenschaftler in einer Studie heraus.

Die Unabhängigkeit würde die schottische Wirtschaft härter treffen als der Brexit und ein Wiedereintritt in die EU würde kaum einen Unterschied machen so ein Team von Wissenschaftlern.
Die Unabhängigkeit würde die schottische Wirtschaft härter treffen als der Brexit und ein Wiedereintritt in die EU würde kaum einen Unterschied machen so ein Team von Wissenschaftlern. © Jane Barlow/PA Wire/dpa (Symbolbild)

London. Eine Loslösung Schottlands von Großbritannien wäre für die Wirtschaft in dem Landesteil laut einer Studie zwei bis drei Mal so teuer wie der Brexit. Das ergaben Berechnungen der London School of Economics (LSE), die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Das könne auch nicht durch einen Beitritt Schottlands zur EU wettgemacht werden, so die Forscher.

Das Vereinigte Königreich ist bei Weitem der wichtigste Handelspartner Schottlands - etwa vier Mal so wichtig wie die EU-Staaten zusammen. So gehen 61 Prozent aller schottischen Exporte in den britischen Binnenmarkt, gleichzeitig kommen 67 Prozent aller nach Schottland importierten Waren aus England, Wales oder Nordirland. Eine Verlagerung der Handelsströme würde sich nach Ansicht der Forscher nur sehr langfristig ergeben.

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Bei einer Volksabstimmung im Jahr 2014 hatte sich eine Mehrheit der Schotten zwar für einen Verbleib in Großbritannien ausgesprochen. Das Thema gewann aber wieder deutlich an Fahrt, nachdem die Schotten - anders als Engländer und Waliser - beim Brexit-Referendum 2016 deutlich für einen Verbleib des Landes in der EU gestimmt hatten. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon von der Schottischen Nationalpartei (SNP) drängt seitdem auf eine neue Volksabstimmung über die Loslösung von London.

Premierminister Boris Johnson lehnt das aber bislang vehement ab. Sollte die SNP in der für Mai angesetzten Regionalwahl in Schottland eine absolute Mehrheit erringen, wird damit gerechnet, dass Sturgeon den Druck auf London weiter erhöht. (dpa)

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