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Politik

Briten rüsten sich für No-Deal-Brexit

Nach wie vor ist keine Einigung mit der EU in Sicht. Nun bucht Großbritannien Fähren, um die Versorgung aufrecht zu erhalten.

Ein DFDS-Schiff in der Nordsee: Notfalls sollen Fähren wichtige Güter nach Großbritannien bringen.
Ein DFDS-Schiff in der Nordsee: Notfalls sollen Fähren wichtige Güter nach Großbritannien bringen. © Owen Humphreys/PA Wire/dpa

London. Angesichts eines drohenden No-Deal-Brexits hat die britische Regierung Millionenaufträge an mehrere Fährunternehmen vergeben, um im Notfall auf diesem Wege Medikamente und andere wichtige Güter zu importieren. 

Man habe Verträge mit Brittany Ferries, DFDS, P&O Ferries und Stena Line über mehr als 77 Millionen Pfund (umgerechnet knapp 86 Millionen Euro) für das erste halbe Jahr nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase unterzeichnet, wie die zuständige Transportbehörde am Dienstag in London mitteilte. Dies solle gewährleisten, dass Güter "problemlos weiter nach Großbritannien geliefert werden, wie auch immer die Verhandlungen mit der EU ausgehen".

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