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Politik

Clooney gibt wegen Brexit-Streit Amt auf

Amal Clooney ist nicht mehr britische Sonderbeauftragte für Pressefreiheit. Sie beklagt, dass die Regierung gegen internationales Recht verstoßen will.

Staranwältin Amal Clooney ist nicht mit der Brexit-Politik der britischen Regierung einverstanden.
Staranwältin Amal Clooney ist nicht mit der Brexit-Politik der britischen Regierung einverstanden. © Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

London. Staranwältin Amal Clooney ist von ihrem Amt als Sonderbeauftragte Großbritanniens für Pressefreiheit zurückgetreten. Sie reagiere damit auf den "beklagenswerten" Plan der britischen Regierung, im Streit um den Brexit gegen internationales Recht zu verstoßen. Sie habe keine andere Wahl gehabt, teilte die Ehefrau von Hollywood-Schauspieler George Clooney am Freitag mit.

Die Regierung habe ihr nicht zusichern wollen, von diesem Standpunkt abzuweichen, heißt es in einem Brief der britisch-libanesischen Menschenrechtsanwältin an Außenminister Dominic Raab.

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Hintergrund sind Pläne der Regierung für ein Binnenmarktgesetz, das den 2019 mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag zum Teil aushebeln würde. Die Regierung hatte eingeräumt, dass die Pläne in Teilen internationales Recht verletzen würden. Brüssel spricht von Rechtsbruch und fordert eine Rücknahme der umstrittenen Klauseln bis Ende September. London treibt die Verabschiedung dennoch voran. (dpa)

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