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Politik

Polit-Krise in Wien: Vierer-Koalition möglicher Ausweg

Nach den Korruptionsermittlungen gegen Sebastian Kurz steckt Österreich weiter in der Krise. Ein außergewöhnliches Bündnis will den Kanzler nun stürzen.

Österreichs Kanzler Kurz hat klargemacht, er wolle nicht zurücktreten. Am Dienstag muss er sich allerdings einem Misstrauensvotum stellen.
Österreichs Kanzler Kurz hat klargemacht, er wolle nicht zurücktreten. Am Dienstag muss er sich allerdings einem Misstrauensvotum stellen. © Arno Melicharek/BKA/dpa (Archiv)

Zur Vorbereitung einer Vier-Parteien-Koalition gegen Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sind die Sozialdemokraten nach Medien-Informationen bereit, auf die rechte FPÖ zuzugehen. Das bisherige selbstauferlegte Verbot einer Zusammenarbeit auf Bundesebene könne kippen, schreibt die Zeitung "Die Presse" am Samstag.

"Der gemeinsame Kitt ist, mit dem System Kurz aufzuräumen und wieder Stabilität und Sauberkeit ins Land zu bringen", zitiert das Blatt SPÖ-Kreise. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner erklärte im ORF, "außergewöhnliche Situationen brauchen außergewöhnliche Handlungen." Ein Vier-Parteien-Bündnis aus SPÖ, Grünen, liberalen Neos und der FPÖ bezeichnete sie als "unwahrscheinlich, aber möglich."

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Bei einer solchen Konstellation wäre es wichtig, dass jeder Minister genau seine Ressortgrenzen beachte, sagte sie in der Nachrichtensendung "ZiB2". Der FPÖ-Chef Herbert Kickl, der in der Coronakrise zu den Impfgegnern zählt, würde sicherlich nicht Gesundheitsminister, so Rendi-Wagner. Sie selbst stehe als Kanzlerin zur Verfügung.

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In Österreich haben Korruptionsermittlungen gegen Kanzler Kurz und seinen engsten Kreis eine Regierungskrise ausgelöst. Die Grünen als Koalitionspartner halten den Regierungschef inzwischen für nicht mehr amtsfähig. Am Dienstag muss sich Kurz, der die Vorwürfe bestreitet, in einer Sondersitzung des Nationalrats einem Misstrauensantrag stellen. Seine Abwahl gilt inzwischen als fast sicher. Um Neuwahlen zu vermeiden, haben alle anderen Parlamentsparteien inzwischen Sondierungen für alternative Regierungskonstellationen gestartet. (dpa)

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